Aktualisiert 31.07.2019 15:42

Waghalsige Springer

«Missglückt der Sprung, landet er auf der Strasse»

Am Vierwaldstättersee bei der Kehrsitenstrasse haben Adrenalin-Junkies die Steinschlagnetze als Spielplatz entdeckt. Die Behörden rufen zur Besinnung auf.

von
mme
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Dieses Bild der waghalsigen Netz-Springer hat Roland Blättler, Präsident des Kurvereins Kehrsiten, gemacht. Er sorgt sich um die Sicherheit dieser Personen.

Dieses Bild der waghalsigen Netz-Springer hat Roland Blättler, Präsident des Kurvereins Kehrsiten, gemacht. Er sorgt sich um die Sicherheit dieser Personen.

Auch Gemeinderat Andy Christen sorgt sich: «Ein Fehltritt genügt und die Person stürzt ab. Oder der Sprung missglückt und sie landet statt im Wasser auf der Strasse.»

Auch Gemeinderat Andy Christen sorgt sich: «Ein Fehltritt genügt und die Person stürzt ab. Oder der Sprung missglückt und sie landet statt im Wasser auf der Strasse.»

Kurvereinspräsident Blätter befährt die Strasse täglich. Diese sei zum Spielplatz geworden, moniert er. «Dabei ist das eine Kantonsstrasse.»

Kurvereinspräsident Blätter befährt die Strasse täglich. Diese sei zum Spielplatz geworden, moniert er. «Dabei ist das eine Kantonsstrasse.»

Keystone/urs Flueeler

«Ein Fehltritt genügt und die Person stürzt ab. Oder der Sprung missglückt und sie landet statt im Wasser auf der Strasse»: Der Stansstader Gemeinderat Andy Christen sorgt sich um die Sicherheit jener Wagemutigen, die neuerdings von den Steinschlagnetzen oberhalb der Kehrsitenstrasse in den Vierwaldstättersee springen. Nur knapp springen sie an der Strasse vorbei ins Wasser, berichtete der Bote der Urschweiz.

Felsbrocken könnten Springer treffen

Auch beim Kurverein Kehrsiten sind die Netz-Springer ein Thema. Vereinspräsident und SVP-Landrat Roland Blättler sieht weitere Gefahren – sowohl für die Springer als auch für Personen oder Fahrzeuge, die sich unterhalb der Netze aufhalten: «Vom Felsen fallen oft grössere oder kleinere Brocken in die Netze. Sie könnten die Springer am Kopf treffen», sagte er zu 20 Minuten. Auch könnten durch die Erschütterung der Netze Steine durch diese hindurch treten und dann auf die Strasse fallen.

Überhaupt hat er festgestellt, dass die Kehrsitenstrasse missbraucht wird: «Ich fahre dort täglich zweimal vorbei. Ich sehe, dass die Strasse zum Spielplatz geworden ist. Dabei ist das eine Kantonsstrasse.»

Gemeinderat Christen bezweifelt, dass Verbotstafeln und Absperrungen viel bringen. Er sagt aber: «Solche waghalsigen Aktionen, wie die Felswände und die Netze hinaufzuklettern und von dort ins Wasser zu springen, tolerieren wir nicht. Ich appelliere an die Vernunft der mehrheitlich jungen Badenden, sich nicht so fahrlässig in Gefahr zu bringen.»

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