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Missglückter Anschlag in London: fünf Mittäter verurteilt

Ein britisches Gericht hat fünf Männer der Mittäterschaft an den fehlgeschlagenen Anschlägen vom 21. Juli 2005 in London für schuldig befunden und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Der Kingston Crown Court im Südwesten Londons sah es als erwiesen an, dass die Männer den verhinderten Attentätern Unterschlupf gewährten, ihnen Pässe besorgten und sie auf der Flucht vor der Polizei mit Kleidung und Essen versorgten.

Die fünf Angeklagten im Alter von 25 bis 33 Jahren erhielten Gefängnisstrafen zwischen sieben und 17 Jahren.

Die aus Afrika stammenden Angeklagten, darunter Brüder von zwei verurteilten Drahtziehern der geplanten Anschläge, lebten seit einigen Jahren in der britischen Hauptstadt. Nach Angaben des Staatsanwalts Max Hill waren vier der fünf Angeklagten über die Anschlagspläne informiert, unterrichteten die Behörden jedoch nicht.

Bislang wurden bereits sechs Drahtzieher des Attentatsversuchs verurteilt, vier von ihnen zu lebenslanger Haft. Sie wurden für schuldig befunden, dass sie die verheerenden Londoner Anschläge vom 7. Juli 2005 auf drei U-Bahnen und einen Bus wiederholen wollten, bei denen 56 Menschen starben und 700 weitere verletzt wurden. Ihre Sprengsätze waren jedoch nicht hochgegangen.

(sda)

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