Premiere in Locarno: Missglückter Auftakt für das Missen-Massaker
Aktualisiert

Premiere in LocarnoMissglückter Auftakt für das Missen-Massaker

Am Freitagabend feierte Michael Steiners Horror-Komödie «Das Missenmassaker» in Locarno Weltpremiere. Ein Abend, der nicht nur den Missen die Nackenhaare zu Berge stehen liess.

von
Isabelle Riederer

Bei gefühlten 25 Grad Celsius strömte am Freitagabend, den 10. August, kurz nach neun Uhr der Cast aus dem Film «Das Missenmassaker» auf die Piazza Grande in Locarno - alle waren gekommen. Die Aufregung der «Missen» vor der grossen Premiere am 65. Filmfestival Locarno war riesig. «Ich bin wahnsinnig gespannt», so Nadine Vinzens und weiter: «Ich kann es kaum erwarten die Reaktionen der Zuschauer zu sehen.» Die Ex-Miss war aber auch etwas besorgt, denn im schicken roten Abendkleid und ihren High Heels wartete auf der Piazza eine ziemlich haarsträubende Herausforderung für sie. «Ich habe völlig vergessen, dass der Boden hier aus Natursteinpflaster ist, hoffentlich falle ich nicht hin, dass wäre mein persönlicher Horror.»

Nervöser Regisseur und erschöpfte Schauspieler

Michael Steiner, der Regisseur des Films, machte sich dagegen wenig Gedanken über den Boden, er war einfach nur nervös: «Natürlich bin ich aufgeregt, und wie, aber das bin ich bei jeder Premiere.» Ziemlich locker zeigten sich dagegen die beiden Hauptdarstellerinnen Lisa Maria Bärenbold und Meryl Valerie. «Ich bin eigentlich selbst erstaunt darüber, dass ich so ruhig bin», erzählte Bärenbold gegenüber 20 Minuten Online. Ebenfalls gut gelaunt und ziemlich entspannt, spazierten die beiden Brüder Martin und Patrick Rapold über den roten Teppich. «Jetzt kann ich sowieso nichts mehr ändern, der Film ist im Kasten», so Martin. Im Kasten war auch seine Sexszene mit «Missen-Mami» Anoushka Renzi, die beim Publikum für einige Lacher sorgte. War der Dreh denn auch so lustig? «Es war schon lustig, aber physisch ziemlich anstrengend», erklärt Martin seinen Höhepunkt.

Höhepunkt des Abends war aber ganz klar der Film selbst, und der schien den knapp 8000 Zuschauern nur wenig Begeisterung abzugewinnen. Der Schlussapplaus war ziemlich verhalten.

«Missenmassaker» bei Vinzens und Buri

Lesen Sie heute Nachmittag, den 11. August, die Filmkritik zu «Das Missenmassaker» auf 20 Minuten Online.

Deine Meinung