Misshandlungen bei der deutschen Luftwaffe
Aktualisiert

Misshandlungen bei der deutschen Luftwaffe

Wegen dringenden Verdachts auf Misshandlung von Untergebenen bei der deutschen Bundeswehr ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Stabsoffizier der Luftwaffe.

«Es gibt einen Verdacht auf Misshandlung und entwürdigende Behandlung», sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Samstag der AP und bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Der Stabsoffizier, gegen den nach Angaben des Sprechers mehrere Beschwerden wegen Fehlverhaltens vorliegen, war in Masar-i-Scharif in Afghanistan stationiert.

Nach Informationen der Zeitung soll der Beschuldigte Untergebene angebrüllt, misshandelt und mit einer Peitsche bedroht haben. Demnach soll es sich bei dem Mann um den Chef einer Technik-Staffel im Tornado-Geschwader des zweiten Kontingents handeln, das im August dieses Jahres in Afghanistan stationiert wurde. Der Luftwaffen-Sprecher sagte der AP, die mutmasslichen Taten seien schon länger her, aber erst jetzt bekannt geworden. Die Ermittlungen befänden sich deshalb noch in einem sehr frühen Stadium. «Es besteht aber ein konkreter Tatverdacht», erklärte er. (dapd)

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