Opel: Misstrauen gegen Fiat bleibt
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OpelMisstrauen gegen Fiat bleibt

Ein Gespräch zwischen Fiat-Chef Sergio Marchionne und dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) hat die Zweifel der Landesregierung am Konzept des italienischen Autoherstellers nicht ausräumen können.

«Unsere Sorgen sind viel grösser geworden», sagte Beck nach dem Gespräch am Freitag in Mainz. Aus Effizienzgründen wolle Marchionne nach einer Übernahme von Opel den Motorenbau an einem Ort konzentrieren.

«Was es bedeutet, wenn Opel keine eigene Motorenproduktion mehr hätte, kann man sich vorstellen», sagte Beck. In Kaiserslautern würden dann keine Motoren mehr gebaut. Damit sei das Werk insgesamt in Frage gestellt. In dem Gespräch habe Marchionne ein sehr klares Konzept vorgelegt, betonte Beck: «Es ist aus seiner Sicht schlüssig. Ob es aber den deutschen Interessen entspricht, daran haben wir nach dem Gespräch mehr Zweifel als vorher.»

Er behalte sich aber eine abschliessende Bewertung vor, weil noch nicht alle Fakten auf dem Tisch lägen, betonte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident. Dies habe er auch Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) mitgeteilt. Genauere Inhalte des Konzepts wollten weder Beck noch Marchionne nennen. (dapd)

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