Empörung auf Twitter - Mister Corona Daniel Koch bezweifelt Wirkung von Masken während 1. Welle
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Empörung auf TwitterMister Corona Daniel Koch bezweifelt Wirkung von Masken während 1. Welle

SRF strahlte am Dienstag die erste von vier Sonderausgaben des Clubs zur Corona-Pandemie aus. Mit dabei war auch Daniel Koch, ehemaliger Leiter übertragbare Krankheiten beim BAG. Seine Aussagen zur Maskentragpflicht sorgen für Wirbel.

von
Philippe Coradi
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Daniel Koch wurde in der Sendung Club des SRF auch zum Thema Maskenpflicht befragt. 

Daniel Koch wurde in der Sendung Club des SRF auch zum Thema Maskenpflicht befragt.

Screenshot SRF
Seine Aussagen haben bei den Zuschauenden teilweise für Empörung gesorgt. 

Seine Aussagen haben bei den Zuschauenden teilweise für Empörung gesorgt.

REUTERS
So bezweifelt Daniel Koch nach wie vor, dass Masken während der ersten Welle einen grossen Nutzen gehabt hätten.

So bezweifelt Daniel Koch nach wie vor, dass Masken während der ersten Welle einen grossen Nutzen gehabt hätten.

Tamedia/Raphael Moser

Darum gehts

  • SRF Club startete am Dienstag eine Reihe von vier Diskussions-Sendungen über die Corona-Pandemie. Die erste Folge löste auf Twitter einige Diskussionen aus.

  • In der Kritik stand auch der unterdessen pensionierte Leiter übertragbare Krankheiten BAG, Daniel Koch.

  • Seine Aussagen zur Wirkung der Schutzmasken sorgten für Empörung.

Die Sendung Club «von 0 auf Hundert» des SRF vom Dienstagabend erhitzte die Gemüter der Zuschauer und Zuschauerinnen auf Twitter. Sowohl die Sendung als auch die Aussagen von Daniel Koch, dem ehemaligen Leiter übertragbare Krankheiten BAG, gaben unter #srfclub Anlass zu Diskussionen.

Die Moderatorinnen Barbara Lüthi und Daniela Lager stellten Koch während der Sendung die Frage wie er, «Hand aufs Herz», seine Aussagen – auch diese zur Maskenpflicht  – im Nachhinein neu bewerten würde. Auf diese ging er allerdings kaum ein. Was er vielmehr nicht mehr machen würde, ist, wissenschaftliche Themen in der Öffentlichkeit zu diskutieren, so Koch.

Später in der Sendung nimmt Koch doch noch Stellung zum Thema Masken: Die Diskussion wurde für ihn zum Thema, als ihm gesagt wurde, das BAG hätte gesagt, dass die Maske nicht viel bringt, weil wir zu wenig Masken hatten. «Das stimmte nicht, es gab effektiv wenig Evidenz», so Koch. «Ich bin nach wie vor der Meinung. Wenn wir am Anfang gesagt hätten, Masken bringen etwas, alle Masken anziehen, dann wäre der Effekt nicht wahnsinnig gross gewesen. Dass es heute eine Maskenpflicht gibt, finde ich aber gut und richtig.»

Und auf die Frage, ob er sich bewusst gewesen sei, dass ab seinem ersten Auftritt vor den Medien im Februar 2020 jedes seiner Worte einen riesigen Einfluss auf das Leben der Bevölkerung eines ganzen Landes hat, antwortete Koch:

«Nein, das war mir nicht bewusst. Man sieht die Personen ja nicht, die mir zuschauen. Es ging ganz lange, bis mir das klar wurde. Aber von dem was ich gesagt habe, hätte ich ja eh nichts geändert.» Ob er sich denn seine Aussagen aufgeschrieben hatte, wollte die Moderatorin wissen. «Ich habe nie etwas aufgeschrieben», war Kochs Antwort.

In der Sendung diskutierten zudem Alexandra Trkola, Virologin der Universität Zürich, Lukas Engelberger, Präsident der GDK und Huldrych Günthard, Infektiologe am Universitätsspital Zürich, mit. An den nächsten drei Dienstagen werden die weiteren Sendungen zur Serie ausgestrahlt.

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