Mister perfect
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Mister perfect

Die meisten kennen ihn als Ex von Kate Moss. Dass Jefferson Hack mittlerweile selbst ein Star ist, verschiedene Magazine herausgibt, nebenbei modelt und in England als Stil-Guru verehrt wird, wissen nur die wenigsten. Ein kurzes Portrait.

Jefferson Hack? Das ist doch der Typ, der mal mit Kate Moss zusammen war … der Papa ihrer Tochter Lila Grace. Derjenige, der aufs Kind aufpasst, während Mama Moss mit Pete Doherty und zu viel Kokain abstürzt. Korrekt: Den meisten ist Jefferson Hack als Ex von Kate Moss bekannt. Wer up to date sein will, sollte es jedoch besser wissen. Denn lange bevor er mit Kate Moss auf roten Teppichen und Londoner Szenepartys aufkreuzte, hatte sich Hack bereits einen Namen gemacht.

Das von ihm und seinem Studienfreund, dem Fotografen Rankin Waddell, gegründete Magazin «Dazed & Confused» ist in England der Wegweiser in Sachen Mode, Kunst und Lifestyle. Anfang der Neunziger, gerade frisch vom College und den Kopf voller Ideen, lancierten sie das unabhängige Heft, das innert kürzester Zeit Kult wurde.

Sie spürten neue junge Künstler auf, bahnten dem Britpop den Weg, holten Promis wie Chloë Sevigny, Björk oder Paul Auster ins Blatt. Und Starfotografen wie Mario Testino oder Jürgen Teller fotografierten für sie. «Jefferson hatte schon während seiner College-Zeit überall die Finger drin und kannte stets die richtigen Leute», erinnert sich ein Schulfreund.

«Wollte er ein Interview mit Madonna machen, nutzte er nicht die üblichen Wege, sondern er kannte jemanden in Los Angeles, der Madonna kannte. Das klappte», so eine PR-Frau, die mit Jefferson Hack zusammenarbeitete.

Überzeugt von seiner Sache, gründete Jefferson Hack weitere Magazine. Zuerst «Another Magazine», dann «Another Man», das erst seit ein paar Monaten auf dem Markt ist. Und wieder nutzte Hack sein weitreichendes Beziehungsnetz, um das Heft unter die Leute zu bringen. Zur Launchparty des Hochglanzmagazins erschienen Gäste wie der Designer Hedi Slimane, Marc Jacobs' Beraterin und Stylistin Venetia Scott oder Domenico Dolce von Dolce & Gabbana.

In der Fashion-Szene erweist man Mr. Hack jedoch nicht nur aufgrund seines Magazin-Erfolgs Respekt. Er geniesst auch den Ruf einer Stil-Ikone. Ob er seine Krawatte ins Hemd hineinsteckt, zerrissene Röhrenjeans trägt oder im Anzug auftaucht – der Look von Hack sitzt immer. Das scheint auch die Londoner Edelschneider Gieves und Hawkes überzeugt zu haben, die ihn kürzlich als Model für ihre neuste Kampagne unter Vertrag genommen haben. Tipps für diesen Job wird er sich sicherlich nicht bei seiner Ex holen müssen. Von nun an glauben wir ihm, dass er auch ohne sie auskommt.

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