HC Davos gegen SC Bern : Mister Understatement gegen Berner Mittelmass
Aktualisiert

HC Davos gegen SC Bern Mister Understatement gegen Berner Mittelmass

Der SCB könne während des Playoff-Finals doch in Davos Skifahren gehen. Was die Zeitungen nach dem 3:1 Sieg gegen Davos sonst noch schreiben, lesen Sie in der Presseschau.

1 / 8
Playoff-Final
Playoff-Final

ZSC Lions (1.) - Davos (5.)Spiel 1: 3:0; Spiel 2: 2:5; Spiel 3: 2:3 n.P.; Spiel 4: 3:4 n.V.Stand: 1:3

Keystone/Gian Ehrenzeller
Playoff-Final
Playoff-Final

ZSC Lions (1.) - Davos (5.)Spiel 1: 3:0; Spiel 2: 2:5Stand: 1:1

Keystone/Juergen Staiger
Playoff-Halbfinals
Playoff-Halbfinals

ZSC Lions (1.) - Genf Servette (6.)Spiel 1: 5:2; Spiel 2: 3:6; Spiel 3: 1:2 n. V.; Spiel 4: 8:0; Spiel 5: 4:2; Spiel 6: 3:1Stand: 4:2

urs Lindt/freshfocus

Seit vier Jahren steht der HC Davos erstmals wieder im Playoff-Final. Die Bündner gewannen mit 3:1 auch das vierte Halbfinalspiel gegen den SC Bern – und zwar, wie die «NZZ» schreibt, «auf direktem Weg – vier Spiele, vier Siege, kurz und schmerzlos. Sie brauchten nicht einmal ihr bestes Eishockey zu spielen, um die Berner niederzuringen.»

Es muss für die Mutzen traumatisch sein: Erstmals überhaupt verliert der SCB eine Best-of-Seven-Serie zu null. Die «NZZ» schlägt den glücklosen Bernern deswegen vor, sie könnten ja zum Skifahren gehen. «Warum nicht über die Ostertage? Der HC Davos wird dann mit dem Final gegen die ZSC Lions oder Genf-Servette beschäftigt sein.»

Überalterte Schlüsselpositionen

Während der SC Bern derzeit lediglich Mittelmass spiele, scheine der HC Davos schon wieder «zu allem fähig». Trainer Arno Del Curto – für die Zeitung «Mister Understatement» – habe wieder einmal eines beweisen: «Er versteht es, Spieler besser zu machen.» Er habe so ein Team in den Final geführt, das nichts mehr mit jenen Mannschaften zu tun habe, die zwischen 2002 und 2011 fünf Meistertitel errangen.

Beim SCB bestehe der Kern des Problems im derzeit vorherrschenden Mittelmass: Er befinde sich im Neuaufbau. Doch auch wenn schon auf diese Saison hin acht neue Spieler hinzugekommen seien, müsse sich das Team weiter verändern. «Vor allem auf den Schlüsselpositionen ist es überaltert.»

Die «Berner Zeitung» hält sich kurz: «Die Blamage ist perfekt».

Der Beste und die «Pflaume»

Das 4:0-Verdikt, welches vor dieser Serie niemand für möglich gehalten habe, sei Tatsache geworden. «Der SC Bern hat in der Best-of-7-Playoff-Ära noch nie zu null verloren. Seit gestern gehört dieser Nimbus der Vergangenheit an.» Die Berner seien von den Davosern letztlich vor unlösbare Probleme gestellt worden und nicht in der Lage gewesen, das sinkende Schiff unter Kontrolle zu bringen.

Für den «Blick» tragen Erfolg und Misserfolg Namen: Das Blatt kürte den Davoser-Spieler Marcus Paulsson zum Besten im Spiel: «Weil er kämpft, weil er rackert, und weil er in wichtigen Momenten seine Form findet und für sein Team wieder trifft.»

Die «Pflaume» des Spiels sei Berns Byron Ritchie gewesen, weil: «Kein Selbstvertrauen, keine Entschlossenheit, kein Biss.» So stehe der Kanadier bei zwei Gegentoren auf dem Eis und ziehe vor dem leeren Tor nicht ab.

68 Prozent rochen den Braten

Der HC Davos und sein allseits geschätzter Trainer Del Curto stehen also im Playoff-Final. Was vor dem Saisonstart kaum einer für möglich hielt, rochen vor dem Spiel gegen Bern die meisten den Braten: Von über 3000 Eis-Begeisterten antworteten in einer SRF-Umfrage 68 Prozent mit «Der HCD schickt die Boucher-Schützlinge in die Ferien».

Deine Meinung