Hohe Geldstrafe: Mit 193 km/h über die Autobahn

Aktualisiert

Hohe GeldstrafeMit 193 km/h über die Autobahn

Innerhalb von zwei Wochen hat sich ein Autolackierer aus Opfikon gleich zwei hirnrissige Tempoexzesse geleistet. Am Dienstag wurde der Raser zu einer teilbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 50 Franken verurteilt. Die Hälfte davon soll er bezahlen.

von
Attila Szenogrady

«Sie können froh sein, dass nichts passiert ist», schärfte der zuständige Einzelrichter dem heute 25-jährigen Angeklagten aus Opfikon ein. Der junge Spanier hinterliess nicht den besten Eindruck. So gab er die Vorwürfe der Anklage aufgrund der Radarfotos grundsätzlich zu, zeigte aber keine

Reue.

In zwei Wochen zwei Mal gerast

Die Anklageschrift führte auf, wie der Angeschuldigte am 22. Januar 2009 mit rund 93 km/h statt 50 km/h durch die Hofwiesenstrasse durch Zürich fuhr. Mit dem Ziel einen anderen Personenwagen zu überholen. Er habe am Bahnhof Oerlikon einen Zug nicht verpassen wollen, sagte er vor Gericht aus. Zwei Wochen später folgte der zweite Raserexzess: In der Nacht auf den 5. Februar 2009 fuhr er bei Dietlikon auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich. Wobei er statt 100 km/h mit bis zu 193 km/h über den Asphalt bolzte. Wie schon beim ersten Vorfall, tappte er erneut in eine Radarfalle der Polizei. Er habe so schnell wie möglich nach Hause kommen wollen, sagte er zum zweiten Vorfall.

Schon einschlägig vorbestraft

Bedenklich war dabei die Tatsache, dass der Raser bereits einschlägig vorbestraft und mitten in einer Probezeit rückfällig geworden war. So hatte er bereits im Sommer 2007 wegen eines groben Verkehrsdeliktes eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 60 Franken kassiert. Er war mit 95 km/h statt 60 km/h durch den Schöneichtunnel gefahren.

Es wird teuer

Das Gericht folgte umfassend den Anträgen von Staatsanwalt Jürg Boll. Demnach soll der Angeklagte die ehemals bedingte Vorstrafe von 1 200 Franken bezahlen. Zudem wurde er wegen mehrfachen groben Verletzungen von Verkehrsregeln zu einer teilbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 50 Franken verurteilt. Die Hälfte der 9000 Franken muss er bezahlen. Hinzu kommen die Gerichtskosten. Es wird also für den Autolackierer, der monatlich 2 200 Franken verdient, sehr teuer. Der Führerausweis wurde ihm übrigens für unbestimmte Zeit entzogen.

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