Aktualisiert 08.03.2004 09:39

Mit 25 Prozent auf dem 25. Rang

Zum ersten Mal verfügen die Frauen weltweit im Durchschnitt über einen Anteil von mehr als 15 Prozent in den Parlamenten ihrer Länder. Die Schweiz liegt mit knapp 25 Prozent auf dem 25. Rang.

Noch gibt es aber viel zu tun, wie die Interparlamentarische Union (IPU) mitteilte.

Denn noch immer sei es für Frauen schwierig, überhaupt gewählt zu werden. Es gebe meistens mehr Kandidaten als Kandidatinnen und die Prozentzahl der gewählten Frauen sei immer noch kleiner, als jene der gewählten Männer, hält IPU fest.

Trotzdem freute sich IPU-Generalsekretär Anders Johnsson in Genf über die im letzten Jahr verzeichneten Fortschritte. In den 181 Ländern, die über Parlamente verfügten, zählten 94 Prozent der Parlamente mindestens eine Frau.

Rang eins belegt in der Statistik der IPU Ruanda. Dort sind seit den Wahlen im letzten Jahr 48,8 Prozent der Parlamentarier Frauen. Damit nahm der Frauenanteil in dem Land um 23 Prozent zu. Unter anderem profitierten die Frauen in Ruanda von einer Quotenregelung, die in der Verfassung festgeschrieben ist.

In Europa bleiben die nordischen Länder im Bereich der Frauenvertretung in Parlamenten führend. Im Schnitt sitzen dort 39,7 Prozent Frauen in den Parlamenten. Schweden belegt mit 45,3 Prozent weltweit den zweiten Rang, in Dänemark sind es 38 Prozent und in Finnland 37,5 Prozent.

Weiter hinten folgen Belgien mit 35,3 Prozent, Österreich mit 33,9 Prozent und Deutschland mit 32,2 Prozent. Die Schweiz belegt mit einer Frauenvertretung von 24,8 Prozent den 25. Rang. (sda)

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