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RekordraserMit 260 auf der Autobahn - das Video

Mit 290 km/h bretterte der Schwede A.T. durch die Schweiz. Nun hat der Rekordraser erneut aufs Gas gedrückt – und ein Video davon ins Netz gestellt. Die Schweizer Justiz ermittelt.

von
hal

A. T.* drückt das Gaspedal bis ans Limit. Die Tacho­nadel springt auf 260 km/h, der 38-Jährige winkt seiner Beifahrerin zu, die den Exzess mit dem Handy filmt. Während das Auto durch die Dunkelheit rast, sitzt auf dem Rücksitz ein Kleinkind – ohne Kindersitz.

Das in Deutschland gedrehte Video hat der Rekordraser letzte Woche auf Facebook gestellt. Dafür hat er einen denkbar schlechten Zeitpunkt gewählt: Morgen steht der in Schweden eingebürgerte Roma in der Schweiz erneut vor Gericht, weil er letzten Sommer mit 290 km/h über die Autobahn bei Freiburg gerast war (siehe Box). Er hat Rekurs gegen die Busse von 27 000 Franken eingelegt. Seine Begründung: Er sei kein Raser, der Tacho sei ­kaputt gewesen.

Offensichtlich war dies nur eine billige Ausrede. Der Freiburger Untersuchungsrichter Markus Julmy lässt das Filmmaterial nun untersuchen. «Die Fakten scheinen ernst genug, damit das Video für die Schweizer Justiz von Interesse ist.» Bisher konnte ­Julmy nicht beweisen, dass A. T. ein potenzieller Wiederholungstäter ist. Für ­Valesca Maria Zaugg von Road Cross ist dies jedoch offensichtlich: «Die Busse hat keine Verhaltensän­derung bewirkt. Das ist ­typisch für notorische ­Raser.»

Auch in Schweden könnte der Exzess ein Nachspiel für A. T. haben: Wird er in der Schweiz als Raser verurteilt, droht ihm in Skandinavien ein Billettentzug von bis zu drei Jahren.

*Name der Redaktion bekannt (hal/20 Minuten)

Krassester Raser der Schweiz

A.T. gilt als krassester Raser der Schweiz: Er ­sorgte europaweit für Schlagzeilen, als er am 6. August 2010 auf der A12 bei Freiburg mit 290 km/h geblitzt wurde. So schnell war zuvor noch ­keiner durch die Schweiz gerast. Der 570-PS-starke Mercedes SLS AMG des Schweden wurde für sechs Wochen beschlagnahmt. Im Mai wurde der Mann dann zu einer Busse von 30 Tagen à 300 Franken verurteilt. Dagegen hat er ­Rekurs eingereicht.

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