Neues Album : «Mit 42 geht's doch erst richtig los»
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Neues Album «Mit 42 geht's doch erst richtig los»

Christopher S will mit «Sincere» international durchstarten. Dafür hat er wieder mit Max Urban zusammengearbeitet.

von
ask

Der Berner DJ Christopher S veröffentlicht am 28. Oktober sein mittlerweile 17. Album. Auf «Sincere» liefert der DJ 17 neue Tracks und sechs neue Remixes. Schon die erste Single «One Day» reisst. Der Track ist nach «Star» die zweite Zusammenarbeit mit R'n'B-Sänger Max Urban. Neben Hitlieferanten Mike Candys hat sich Christopher S auch den deutschen Erfolgsproduzenten Slin Project ins Boot geholt. Bloss sechs Wochen haben die Aufnahmen gedauert. «Es musste sehr schnell gehen, da wir uns erst spät dazu entschieden haben, ein Album anstelle einer Compilation zu machen», erzählt der Berner im Interview mit tilllate.com. Den Albumtitel erklärt er folgendermassen: «Es ist meine ehrlichste und direkteste Platte. Sie soll den Leuten Spass machen.» Ist das nicht ein bisschen klischeehaft? «Nein die Scheibe war wirklich eine Herzensangelegenheit», entgegnet Chris. «Die Songs auf der Platte sind identisch mit dem, was ich in den Clubs spiele. Manche DJs hauen Tracks drauf, damit die Scheibe kommerzieller wird. Das habe ich nicht gemacht.»

Das Ausland ruft

Christopher S ist seit 15 Jahren im Musikbiz. Er bestreitet über 200 Gigs pro Jahr in Europas angesagtesten Clubs. Mit seinen 42 Jahren gehört er mittlerweile zum alten DJ-Eisen. «Jetzt geht's doch erst richtig los! Die meisten DJs brauchen Jahrzente, um international durchzustarten. Das beste Beispiel dafür sind David Guetta und Remady», bietet der Plattenleger Paroli. Ein gewisses Mass an Erfahrung und Reife sei wichtig. «Viele junge DJs wissen gar nicht mehr, wie und wo House entstanden ist - das finde ich schade», so der Altmeister. Mit «Sincere» will Chris an den Charterfolg seiner Single «Star» im In- und Ausland anknüpfen. «Es ist unglaublich wie sich mein Leben durch den internationalen Erfolg in so kurzer Zeit verändert hat. Ich spiele fast jede Woche in einem anderen Land. Das kannte ich so nicht, macht aber riesig Spass.» Den Grundstein für seine langjährige Musikkarriere legte Christopher S 1996 als Resident-DJ im Thuner Club Nachtwerk, sowie im Tonis The Club in Bern.

«Ich habe mein Geld immer für Platten und Kleider ausgegeben»

Christopher S ist nicht nur wegen seiner Musik, sondern auch wegen seines Kleidungsstils bekannt. Der 42-jährige besitzt über 200 Paar Jeans und hat einen Schuhtick. Auf dem aktuellen Album-Cover trägt er Lacoste. «Ich habe mein Geld immer für Platten und Kleider ausgegeben. Mit 22 betrieb ich während zwölf Jahren eine Boutique», so der Künstler. Er sei aber nicht mehr so eitel wie früher. «Heute würde ich nicht mehr mit riesigen Logo-Schriftzügen auf den Kleidern rumlaufen. Ich trage gerne edle Sachen, aber das muss man nicht gleich sehen. Ich mag Understatement.»