Aktualisiert 07.12.2010 11:14

Eizellen-Spende aus Russland

Mit 64 Jahren Mutter geworden

Mit 61 hatte sie eine Fehlgeburt, jetzt mit 64 Jahren hats geklappt: Die älteste gebärende Frau der Schweiz ist eine Rentnerin aus dem Aargau.

Die älteste neue Mutter der Schweiz. (Screenshot Blick)

Die älteste neue Mutter der Schweiz. (Screenshot Blick)

Eine Rentnerin aus dem aargauischen Oberlunkhofen ist im Alter von 64 Jahren Mutter geworden. Damit dürfte sie die älteste Mutter der Schweiz sein. Die Geburt erfolgte nach einem in der Schweiz verbotenen Eingriff, für den die Rentnerin nach Russland auswich.

Nach einer Fehlgeburt im Alter von 61 Jahren versuchte sie es mit 64 Jahren erneut, wie die Zeitung «Blick» am Dienstag schrieb. Nach einer Untersuchung in Italien erhielt sie laut dem Bericht in Russland eine Eizelle einer Spenderin.

Dies wäre in der Schweiz sowie in Italien verboten gewesen. Das viereinhalb Monate alte Kind ist nach Angaben der Mutter sowie ihrem 60-jährigen Ehemann bei guter Gesundheit. Die Familie war am Dienstagmorgen für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Leihmutterschaft ist verboten

Die frischgebackenen Eltern sind in der Boulevardzeitung stolz mit ihrer Tochter abgelichtet. «Wenn du einen Wunsch wirklich tief in dir hast, musst du ihn erfüllen», sagt die Mutter in einem Video auf der Internetseite des «Blicks».

In der Schweiz darf eine künstliche Befruchtung nur mit den eigenen Eizellen einer Frau vorgenommen werden. Diese werden ausserhalb des Körpers befruchtet und danach wieder in die Gebärmutter eingesetzt.

Eine Ei- oder Embryonenspende sowie eine Leihmutterschaft sind gemäss Artikel 4 des Bundesgesetzes über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung verboten. (sda)

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