Aktualisiert 16.06.2020 12:10

Bernie Ecclestone

Mit Adolf Hitler «ging eindeutig was weiter»

Der Ex-Formel-1-Boss verstört einmal mehr mit Aussagen über Adolf Hitler. Auch spricht er über Donald Trump und trauert den Grid Girls nach.

von
Nils Hänggi
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Bernie Ecclestone provoziert immer wieder mit kontroversen Aussagen.

Bernie Ecclestone provoziert immer wieder mit kontroversen Aussagen.

Foto: Keystone
Auch im Moment. So lobt er in einem Interview Hitler, Trump und Putin.

Auch im Moment. So lobt er in einem Interview Hitler, Trump und Putin.

Foto: Keystone
Sie scheinen sich also zu mögen, Putin und Ecclestone.

Sie scheinen sich also zu mögen, Putin und Ecclestone.

Foto: Keystone

Darum gehts

  • Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone provoziert immer wieder mit sehr umstrittenen Aussagen.
  • In einem Interview mit dem Magazin «Autocar» lobt er etwa Hitler, Putin und Trump.
  • Auch spricht er über seinen Gerichtsprozess 2013 in Deutschland.

Wenn Bernie Ecclestone ein Interview gibt, ergeben sich daraus fast immer kontroverse Schlagzeilen, die anschliessend die Runde machen. Und die Leute fassungslos zurücklässt.

So auch kürzlich, als der Ex-Formel-1-Boss mit dem Magazin «Autocar» gesprochen hat. Vom Gerichtsprozess in Deutschland über Donald Trump bis hin zu Adolf Hitler hat der 89-Jährige in dem Gespräch wieder einmal kein Fettnäpfchen ausgelassen.

Trump mache «einen guten Job»

So lobte Ecclestone etwa Adolf Hitler. «Als er in den 1930ern übernommen hat, ging eindeutig was weiter, was beeindruckend war. Krankenhäuser, Züge und so weiter», sagte er. Immerhin schränkte er dann noch ein, ergänzte er doch: «Was er sonst noch getan hat, war aber offensichtlich verrückt und falsch.»

Auch dem umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump attestiert der Ex-Formel-1-Boss «einen guten Job». Er habe Ideen und setze sie um. Ausserdem lobte er den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den britischen Premier Boris Johnson.

«Die Mädchen hätten gute Karrieren gemacht, die ihnen jetzt weggenommen wurden.»

Bernie Ecclestone

«Sie hätten mich zehn Jahre einsperren können»

Doch damit nicht genug. Ecclestone provozierte im Interview mit dem Magazin noch weiter. Zur Abschaffung der Grid Girls in der Formel 1 meinte er: «Die Mädchen hätten gute Karrieren gemacht, die ihnen jetzt weggenommen wurden.» Sie hätten Farbe ins Spiel gebracht und alle hätten sie geliebt.

Und seine frühere Äusserung über Frauen und Küchengeräte («Ich habe eine dieser wundervollen Ideen: Frauen sollten immer ganz in Weiss gekleidet sein, wie all die anderen Küchengeräte») tat er als «einen grossen Witz» ab, den er nicht bereue.

Generell zeigt der 89-Jährige kein schlechtes Gewissen. Auch nicht zu seinem Bestechungsprozess in Deutschland im Jahr 2013. Damals soll der Brite einen Manager der Bayerischen Landesbank im Zuge des Verkaufs der Formel 1 bestochen haben. Das Verfahren wurde ein Jahr später gegen eine Zahlung von 100 Millionen Dollar eingestellt.

Dazu meint Ecclestone: «Das Geld zu überweisen, war keine schlechte Lösung. Es ist, wie wenn du ins Casino gehst und mit deinen Chips spielst: Du hast nie das Gefühl, dass du dabei Geld verlierst. Der Staatsanwalt war eigentlich ein netter Kerl. Sie hätten mich zehn Jahre einsperren können. Da schien mir das ein vernünftiger Preis zu sein.»

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