Aktualisiert 29.10.2007 19:59

Mit «Anti-Brumm» für Kühe gegen Blauzungenkrankheit

Die Massnahmen gegen die gefährliche Blauzungenkrankheit nützen auf vielen Höfen wenig. Die Bauern hoffen nun, dass bald der Winter kommt.

Seit am Sonntag in Bettingen die ersten Rinder an der Blauzungenkrankheit erkrankten, sind die Behörden in Alarmbereitschaft. «Um die Ausbreitung der Seuche einzudämmen, müssen die Tiere eine Stunde vor der Dämmerung in den Stall gebracht werden», sagt Kantonstierarzt Markus Spichtig. «Die Krankheit wird von Mücken übertragen, und die stechen zu dieser Tageszeit am häufigsten.» Die Regelung gilt für alle Höfe im Umkreis von 20 Kilometern, also für den Grossteil des Baselbiets.

Das Problem an dieser Massnahme: Viele dieser Höfe in der Schutzzone haben eine offene Front, wie etwa der Bauernhof Maienboden in Liestal. «Den Kuhstall gegen Mücken dichtzumachen ist völlig unmöglich», sagt Landwirt Hans Schütz. Tierarzt Spichtig ist sich der Problematik bewusst: «Es gibt auch eine Art Anti-Brumm für die Kühe.»

Trotzdem sind die Bauern mit der Variante nicht wirklich glücklich. «Ich sprühe meine Kühe nur ungern mit Gift ein», sagt Schütz. Er und seine Kollegen hoffen nun darauf, dass der Winter den Mücken bald den Garaus macht.

Jonas Hoskyn

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