Aktualisiert 22.04.2014 15:50

Zug macht ernstMit Aufklärung und Bussen gegen Litterer

Der Kanton Zug will in diesem Sommer mit besonderem Eifer gegen Littering vorgehen. Dabei steht neben Bussen auch Prävention im Vordergrund.

von
gwa
Bereits vergangenes Jahr ging man in Zug wmit Plakaten gegen Littering vor.

Bereits vergangenes Jahr ging man in Zug wmit Plakaten gegen Littering vor.

Zigarettenstummel auf der Strasse und Güsel am Seeufer – diese Bilder soll in Zug der Vergangenheit angehören. Die Fachstelle Littering will mit Beginn der warmen Jahreszeit dem Problem mit verschiedenen Massnahmen beikommen. Um gegen Güselsünder vorzugehen setzt man vor allem auf Prävention und soziale Kontrolle, wie die «Neue Zuger Zeitung» berichtet. Laut Roger Naef, Leiter der Fachstelle Littering der Stadt Zug ist man derzeit in Zusammenarbeit mit den Werkhöfen daran, neuralgische Punkte wie etwa Schulwege zu untersuchen.

Sind die Erhebungen abgeschlossen, sollen entsprechende Massnahmen ergriffen werden: «Die Abfalleimer wurden teilweise vor längerer Zeit installiert», sagt Naef. Verhalten und Bedürfnisse der Bevölkerung hätten sich aber inzwischen teilweise geändert, weshalb inzwischen manche Güselkübel nicht mehr optimal platziert seien. Zudem soll deren Zahl falls nötig erhöht werden. «Heute gibt es mehr Take-Away-Betriebe und es essen mehr Leute draussen oder unterwegs. Das führt auch zu mehr Abfall», so der Littering-Spezialist.

Prävention und soziale Kontrolle statt Bussen

Obwohl im Kanton Zug seit vergangenem Oktober für Littering Bussen in der Höhe von 100 Franken ausgestellt werden können (20 Minuten berichtete), soll das Problem nicht in erster Linie durch rigoroses Büssen bekämpft werden. Insbesondere Jugendliche würden eher Verständnis zeigen, wenn man das Gespräch mit ihnen suche: «Das Miteinander ist uns wichtig», sagt Naef. Die Zuger sollten beim Thema Littering eine Vorreiterrolle einnehmen. Laut Naef stösst man mit dem Konzept auf offene Ohren: «Die Reaktionen sind fast ausschliesslich positiv.»

Mit einer Plakatkampagne im Mai und Juni sollen die Zuger auf das Problem sensibilisiert werden. Bereits vergangenes Jahr wurde Littering mit Plakaten thematisiert. Zudem sollen diverse Aktionen zur Sensibilisierung durchgeführt werden. Dabei sollen etwa auch Schulklassen und Jugendverbände mithelfen. Auch Take-Away-Betriebe und Imbissstände sollen gemäss Naef mit anpacken: So wolle man gemeinsam Lösungen suchen, wie der Verpackungsabfall der betroffenen Betriebe verringert werden kann.

Trotzdem sollen in Zug Güselsünder gebüsst werden. «Wenn nicht gebüsst wird machen wir uns unglaubwürdig», so Naef. So wurden im letzten Jahr zwischen Oktober und Dezember denn auch 97 Personen wegen Littering gebüsst. Aktuelle Zahlen sind noch nicht bekannt.

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