Aktualisiert 03.11.2009 13:56

Sido - «Aggro Berlin»Mit Augenzwinkern und erhobenem Zeigefinger

Das revolutionäre deutsche Hip-Hop-Label Aggro Berlin ist Geschichte – und Erfolgsrapper Sido steht ohne sein Zuhause da.

von
Niklaus Riegg

«Bei mir gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge. Klar sind Aggro und ich gemeinsam gross geworden, aber jetzt fängt eine neue Zeitrechnung für mich an», meint Sido im Interview mit 20 Minuten. Doch zumindest musikalisch bleibt beim 28-Jährigen alles beim Alten. Zwischen witzigen Rap-Songs mit einem Augenzwinkern und ernsteren Tracks mit dem Zeigefinger zeigt Sido, dass er auch ohne Aggro Berlin im deutschen Hip-Hop noch ein Wörtchen mitrappen kann.

Während seine Weggefährten Bushido und Baba Saad mit «Carlo Cokxxx Nutten 2» einen Blick zurück in die Vergangenheit wagen (und dabei eines der grössten Deutschrap-Alben der letzten Jahren ablieferten), lebt Sido in der Gegenwart: Seine Themen sind Castingshows («Sido»), alte Beziehungen («Schlampen von gestern»), Kiffen («Marie & Jana») sowie seine Rolle als Vorbild für Rapper («Seniorenstatus»).

Damit erfindet wohl auch Sido den Hip-Hop nicht neu, doch es gibt immer noch kaum andere Rapper in Deutschland, denen man so gerne zuhört wie Siggi.

Sido, «Aggro Berlin», Urban/Universal.

Sido live: Am 1. Dezember in der Maag Event Hall in Zürich. Tickets gibt es bei

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