Matzingen TG: Mit Auto auf Spielplatz – Schule verbannt Eltern
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Matzingen TGMit Auto auf Spielplatz – Schule verbannt Eltern

In Matzingen will die Schulbehörde gegen Elterntaxis vorgehen. Beim Schulhaus Mühli ist das Problem gross: Der Spielplatz wird als Wendeplatz missbraucht.

von
lad
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In Matzingen will die Schulbehörde gegen Elterntaxis vorgehen.

In Matzingen will die Schulbehörde gegen Elterntaxis vorgehen.

schule-matzingen.ch
Beim Schulhaus Mühli ist das Problem gross: Der Spielplatz wird als Wendeplatz missbraucht.

Beim Schulhaus Mühli ist das Problem gross: Der Spielplatz wird als Wendeplatz missbraucht.

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«Eltern fahren ihre Kinder teils direkt vor den Eingang und wenden dann dort, wo andere Kinder spielen», so Schulpräsident Erwin Spring gegenüber den «Wiler Nachrichten». Das Problem ist bekannt und wird immer aktueller: Elterntaxis.

Nachdem man bereits in Eschlikon mit baulichen Massnahmen und in Münchwilen mit Bussen gegen Elterntaxis vorging, widmet man sich jetzt auch in Matzingen diesem Problem. Genauer beim Schulhaus Mühli, wo Kindergarten und erste bis dritte Klassen daheim sind.

Markierung und Tafel nützen nichts

Leicht zu übersehen ist der flache Randstein, der als Markierung zwischen Strasse und Pausenplatz dient. Aber: «Nach den Lehrerparkplätzen beginnt ein Fahrverbot, das auf einer Informationstafel vor dem Schulhaus signalisiert ist. Somit darf man gar nicht bis vor den Eingang fahren», sagt Tamara Küng, zuständiges Schulbehördenmitglied Ressort Schulentwicklung und Soziales.

Dies scheint bei den Eltern offenbar keinen grossen Eindruck zu hinterlassen. Mit den Wendemanövern auf dem Teerplatz würden diese die Sicherheit der Schüler gefährden. Vor allem in den Sommermonaten könne dies problematisch werden. Die Kinder spielen dann lang auf dem Platz und Vereine, die am Abend die Turnhallen nutzen, verwenden den Platz als Parkplatz. Diesem Problem müsse man Herr werden.

Barriere als Lösung?

Da die Signalisation offenbar nicht auszureichen scheint, überlegt man, eine zusätzliche Fahrverbotstafel zu montieren. Und die Schulbehörde möchte noch weiter gehen: Eine Schranke oder Barriere muss her. Der Antrag dafür liegt derzeit bei der Gemeinde. «Wir stellen Absperrgitter auf, bis wir eine definitive Lösung installieren können», so Spring weiter.

Die Eltern wurden bereits via «Dorfpost» informiert. Für Spring gibt es zudem viele Gründe, auf das Elterntaxi generell zu verzichten. Das eigenständige Bewältigen des Schulwegs sei eine elementare Erfahrung für jedes Kind. Sowohl aus gesundheitlichen als auch aus sozialen Gründen sei es wichtig, den Schulweg zu Fuss zurückzulegen. «Der Schulweg als gemeinsames Abenteuer mit den Gspänli», ergänzt er.

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