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UmsteigeplanMit Bus und U-Bahn ans Bundesligaspiel

Die deutschen Fussballfans werden dieses Wochenende wegen des Bahnstreiks auf eine besondere Probe gestellt. Sie bekommen von Vereinen deshalb Unterstützung.

von
heg

Dieses Wochenende muss in Deutschland niemand gross Zug fahren. Es wird wieder einmal gestreikt. Rund 100'000 Fans der Vereine aus der ersten und zweiten Bundesliga sind davon auch betroffen. Sie müssen sich anderweitig organisieren, um das Spiel ihres Klubs nicht zu verpassen und ihren Lieblingen im Stadion die Daumen drücken zu können.

Viele Anhänger bilden deshalb Fahrgemeinschaften. Sie steigen aber auch auf Busse um. Der Hamburger SV, der bei Wolfsburg antreten muss, unterstützt seine Anhänger sogar. Ein Sponsor stellt einen Konvoi mit sechs Bussen zur Verfügung, berichtet der «Spiegel». Damit können rund 300 Fans ans Auswärtsspiel ihres HSV gelangen. Der Service ist kostenlos. Mainz setzt für die Partie in Leverkusen ebenfalls auf Busse. Der Verein verlangt für die Fahrt jedoch 10 Euro.

Berlin setzt auf die U-Bahn

Hertha Berlin trägt zwar kein Auswärtsspiel aus, die Hauptstädter empfangen Hannover 96, aber sie sind vom Bahnstreik ebenfalls betroffen. Nun hoffen sie auf die lokalen Verkehrsbetriebe. Die U-Bahn soll vor und nach dem Spiel mit einem dichteren Fahrplan unterwegs sein, damit alle Fans rechtzeitig ins Stadion und wieder nach Hause kommen.

Weil die Anhänger auf Alternativen umsteigen müssen, entstehen rund um die Stadien auch logistische Probleme. In Frankfurt wurde sogar diskutiert, ob die Partie der Eintracht gegen Bayern München wegen des zu befürchtenden Verkehrschaos abgesagt werden soll. Nach Absprache mit den Behörden findet das Spiel jedoch statt.

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