21.01.2016 13:55

Neuer Marvel-Film

«Mit ‹Deadpool› ändern sich die Dinge»

Der neue Superhelden-Film «Deadpool» wird ein voller Erfolg. Das behaupten jene Fans auf Twitter, die den Film vorab schon sehen durften.

von
ink

Der Trailer zu «Deadpool» verspricht vor allem eines – viel Humor. (Quelle: Youtube/Movieclips Trailers)

Als Ryan Reynolds das letzte Mal in ein Superhelden-Kostüm schlüpfte, war die Comic-Fangemeinde erzürnt. Der Schauspieler enttäuschte 2011 in «Green Lantern», das Drehbuch wurde verrissen und auch die Einspielergebnisse waren ziemlich mies. Das soll sich alles ändern, denn Reynolds wechselt von Grün auf Rot, von «Green Lantern» zu «Deadpool», von Scham zu Erfolg auf der ganzen Linie.

Warum man jetzt schon vermutet, dass «Deadpool» ein grossartiger Film wird? Ein ausgewähltes Publikum durfte den Streifen am Dienstagabend schon sehen und in den ersten Tweets nach dem Screening überschlagen sich die Superlative. «Dieser Film ist makellos», schreibt zum Beispiel Robert Kirkman, der Erfinder von «The Walking Dead». «Es gab Superhelden-Filme vor ‹Deadpool›, aber jetzt ändern sich die Dinge», schreibt der Comic-Zeichner weiter.

Antiheld mit Witz-Garantie

Und auch Marvel-Comics-Experte Gregg Katzman zeigt sich auf Twitter erfreut: «Dieser ‹Deadpool›-Fan ist glücklich. Das Drehbuch ist okay, aber der Humor, der Fan-Service und die Action machen das wieder wett.» Das Drehbuch, von dem Katzman hier redet, scheint sich recht stark am Original-Comic zu orientieren.

Der Film erzählt die Geschichte von Wade Wilson, der an Krebs erkrankt ist und bald sterben soll. Nachdem er sich einem Experiment unterzieht, um seinen sterbenden Körper zu retten, wird er zu einem Superhelden mit Selbstheilungskräften und nimmt das Alter Ego Deadpool an. Weil Wade aber ein sarkastischer Witzbold ist, wird Deadpool eher zum Antihelden, der mit derben Sprüchen und sexuellen Anspielungen kokettiert, statt wie Superman ein Saubermann-Image zu pflegen.

Kein Deadpool in China

Während Fans auf der ganzen Welt eben diese Antiheld-Attitüde Deadpools feiern, ist sie in China ein Grund für ein Verbot des Films. Wie Ign.com berichtet, sind dem Land sowohl die Kraftausdrücke als auch die Gewalt und Nacktheit im Film ein Dorn im Auge. China hat zwar schon oft mit Hollywood zusammengearbeitet, um manche Streifen so umzuschneiden, dass sie landeskonform sind.

Doch bei «Deadpool» wäre das so viel Arbeit, dass die ganze Geschichte keinen Sinn mehr machen würde, schreibt Ign.com weiter. Das ist nicht nur für die chinesischen Fans, sondern auch für 20th Century Fox ein herber Schlag, da dem Filmstudio dadurch der gesamte Anteil der Kinoeinnahmen in China durch die Lappen geht.

«Deadpool» startet am 11. Februar in den Schweizer Kinos.

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