Suzuki Across: Mit dem Across fühlt sich Suzuki zu Höherem berufen
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Suzuki AcrossMit dem Across fühlt sich Suzuki zu Höherem berufen

Suzuki führt mit dem Across eine neue Baureihe ein. Der Plug-in-SUV ist aber nur ein leicht modifizierter Toyota RAV-4.

von
Thomas Geiger

Suzuki entwickelt Mut zu neuer Grösse. Nachdem sich die Japaner zuletzt auf kostengünstige Kleinwagen und eine mit Ausnahme des Jimny eher gesichtslose Flotte an Geländewagen konzentriert haben, fühlen sie sich jetzt mit dem neuen Across zu Höherem berufen. Denn mit seinen 4,69 Metern ist der hübsche Allradler nicht nur das grösste Modell der Marke und mit einem Grundpreis von 58'980 Franken auch das teuerste, sondern wird als erster Plug-In-Hybrid von Suzuki auch technisch zum Vorreiter.

Kommt wie ein Toyota RAV-4 daher

Allerdings schmückt sich der Hersteller dabei mit fremden Federn. Denn: Abgesehen von ein paar Zierteilen und einer eigenen Zusammenstellung der Ausstattung ist der Across ein Toyota RAV-4. An diesem gibt es nur wenig auszusetzen: Wo viele Wettbewerber bei den Akkus kleckern, hat Toyota geklotzt und ohne nennenswerte Einbussen beim Kofferraumvolumen 96 Zellen mit einer Kapazität von 18,1 kWh unter den Wagenboden geschraubt.

Deshalb wiegt der Suzuki Across zwar knapp zwei Tonnen und das Laden dauert an der Wallbox über vier Stunden, an der Haushaltsteckdose sind es mehr als sieben. Doch dafür liegt die Reichweite im Normzyklus bei 75 und im Alltag mit ein bisschen Mühe und Weitsicht gut über 50 Kilometern.

Suzuki erweitert sein Portfolio um den Across, einen 4,7 Meter langen SUV mit Plug-in-Hybridantrieb.

Suzuki erweitert sein Portfolio um den Across, einen 4,7 Meter langen SUV mit Plug-in-Hybridantrieb.

Suzuki
Das Kofferraumvolumen variiert je nach Sitzkonfiguration zwischen 490 und 1604 Litern.

Das Kofferraumvolumen variiert je nach Sitzkonfiguration zwischen 490 und 1604 Litern.

Suzuki
Das Cockpit des Across ist nobler als alles, was Suzuki bislang zu bieten hatte. Schade, dass auf ein Navi verzichtet wurde.

Das Cockpit des Across ist nobler als alles, was Suzuki bislang zu bieten hatte. Schade, dass auf ein Navi verzichtet wurde.

Suzuki

Es ist aber nicht nur der grosse Aktionsradius, der den Across in die Nähe echter Stromer rückt, sondern auch das Fahrgefühl. Weil er gleich zwei E-Motoren hat, ist der Across auch ohne zugeschaltetem Benziner flott unterwegs, und man muss schon einen Kickdown machen, wenn man den Verbrenner trotz vollen Akkus ins Boot holen will. Nur beim Bremsen haben die Japaner eine Chance vertan: Die Rekuperation ist viel zu schwach, als dass man den Suzuki wie einen Stromer allein mit einem Pedal fahren könnte.

In sechs Sekunden von 0 auf 100

Zusammen mit den 185 PS des 2,5-Liter-Vierzylinders steigt die Systemleistung auf 306 PS und macht den Across zum bislang stärksten Vertreter der Suzuki-Familie. Und das ist kein leeres Versprechen: Die sechs Sekunden von 0 auf Tempo 100 können sich sehen lassen. Das stufenlose Automatikgetriebe stört hingegen die Ruhe beim Reisen, denn je schneller man fährt, desto höher dreht der Benziner und desto lauter wird es an Bord.

Dafür kommt man im Across gut durchs Gelände: Der Plug-in-Hybrid verfügt nicht nur über Allradantrieb, sondern auch über spezielle Offroad-Fahrprogramme, bei denen elektronische Differentialsperren für bessere Traktion sorgen. Schade nur, dass Suzuki einige Features des RAV-4 nicht übernommen hat – ein Navigationssystem oder das Head-up-Display hätten dem Across gut gestanden.

Deine Meinung

266 Kommentare
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Tipp4

06.02.2021, 00:48

Komfort. Da das Elektroauto praktisch geräuschlos ist, bietet es einen  entspannenden Innenraum , der die Belastung hinter dem Lenkrad reduziert.

e wie erfolglos

05.02.2021, 23:31

ohne Kohle und Atom,läuft beim E-mobil kein Strom!!

nonnönem

05.02.2021, 23:26

Nie wieder E Auto !