Aktualisiert 13.08.2009 11:18

GotthardtransitMit dem Basistunnel wird nicht alles gut

Das seit 1994 in der Verfassung verankerte Verlagerungsziel wird laut einer Studie mit dem neuen Gotthardbasistunnel nur unwesentlich näher rücken. Die Alpen-Initiative fordert deshalb flankierende Massnahmen wie eine Alpentransitbörse.

Die Verlagerungswirkung des Basistunnels durch den Gotthard kann gemäss der im Auftrag der Alpen-Initiative vom Büro metron erstellten Studie nicht genau prognostiziert werden. Der Marktanteil der Schiene werde aber von heute 62 höchstens auf 64,5 Prozent steigen. Diese Wirkung ist bei weitem nicht ausreichend, um das anvisierte Ziel von 650.000 alpenquerenden LKW-Fahrten durch die Schweiz zu erfüllen, wie es in der Studie heisst. Heute durchqueren jährlich rund 1,3 Millionen Lastwagen die Schweizer Alpen.

«Die NEAT bringt zwar neue Gefässe, der Wein fliesst aber nicht automatisch in sie hinein», sagte Alf Arnold, der Geschäftsführer der Alpen-Initiative am Donnerstag in Bern. Ohne wirksame Lenkungsinstrumente bringe die NEAT den Güterverkehr nicht auf die Schiene. Das effizienteste Verlagerungsinstrument wäre laut Arnold eine Alpentransitbörse. «Wenn die NEAT nicht zu einer Investitionsruine werden soll, so tut der Bundesrat gut daran, jetzt mit der Alpentransitbörse vorwärts zu machen», fügte er an.

Bitte Sperrfrist beachten (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.