Aktualisiert 12.02.2020 09:44

Schillernde WM-MomenteMit dem besten Spiel aller Zeiten zum Silber-Wunder

Die WM 2013 in Stockholm führte in der Schweiz zu einer in diesem Ausmass nie zuvor gesehenen Hockey-Euphorie.

von
Marcel Allemann
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Von Sieg zu Sieg: Reto Suri stellt im Penaltyschiessen den 3:2-Erfolg gegen Kanada sicher.

Von Sieg zu Sieg: Reto Suri stellt im Penaltyschiessen den 3:2-Erfolg gegen Kanada sicher.

Jacques Boissinot
Julian Walker trifft im Halbfinal zum vorentscheidenden 2:0 gegen die USA.

Julian Walker trifft im Halbfinal zum vorentscheidenden 2:0 gegen die USA.

epa/Claudio Bresciani
Die Medaille ist Tatsache: Der Schweizer Jubel nach dem Halbfinal-Sieg gegen die USA.

Die Medaille ist Tatsache: Der Schweizer Jubel nach dem Halbfinal-Sieg gegen die USA.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Es war überwältigend. Über 2000 Fans sorgten an diesem Montag im Mai 2013 dafür, dass am Flughafen in Kloten der Ausnahmezustand herrschte. Sie kamen, um die Silberhelden zu sehen. Jene Schweizer Mannschaft zu empfangen, die es in Stockholm sensationell in den WM-Final geschafft hat. Durch einen einzigartigen Siegeszug.

Die amerikanischen NHL-Stars haben keine Chance

Nachdem die Mannschaft von Sean Simpson sämtliche Vorrunden-Spiele gewinnen konnte, schaltete sie in den. K.o.-Spielen anschliessend auch Tschechien (2:1) und die USA (3:0) aus. Der Halbfinal-Triumph gegen die amerikanischen NHL-Stars wird noch heute oftmals als das beste Schweizer Länderspiel aller Zeiten bezeichnet. Der Gegner hatte nicht den Hauch einer Chance, die Schweizer spielte die USA während 60 Minuten konstant an die Wand und Nino Niederreiter, Julian Walker sowie Reto Suri sorgten für die entscheidenden Tore.

Verteidiger Severin Blindenbacher stand danach fast schon ein wenig verstört in der Mixed Zone und stammelte ungläubig: «Was läuft hier eigentlich?» Eine Frage, die sich in jenen wunderbaren Tagen viele mit der Hockey-Nati verbundene Menschen gestellt haben.

WM-Silber mit Nachhaltigkeit

Erst im Final konnte die Schweiz (natürlich von Schweden...) gestoppt werden. Doch das tat der Euphorie im Land keinen Abbruch. Die Spieler wurden zu (Silber-)Helden und wussten im anschliessenden Sommer erstaunt darüber zu berichten, dass sie selbst von Leuten, die vor dieser WM nichts mit Eishockey am Hut hatten, immer wieder Gratulationen empfangen haben.

Die WM-Silbermedaille von 2013 hatte damit gleich in doppelter Hinsicht seine Nachhaltigkeit. Die Hockey-Nati konnte einerseits viele neue Fans rekrutieren und eine Begeisterung entfachen, die sie als Folgeprodukt davon in drei Monaten auch durch die Heim-WM in Zürich und Lausanne tragen soll. Und durch den Erfolg von Stockholm wuchs das Selbstvertrauen sowie Selbstverständnis der gesamten Schweizer Hockey-Bewegung. Das zweite WM-Silberwunder 2018 war die Folge. Und es ist das ultimative Ziel von Nationaltrainer Patrick Fischer geworden, der Schweiz eines Tages den Weltmeistertitel zu schenken.

In 87 Tagen beginnt die Eishockey-WM in der Schweiz. In einer siebenteiligen Serie stimmt 20 Minuten seine Leser auf den Grossanlass ein und blickt nochmals auf schillernde WM-Momente zurück.

Tickets und weitere Infos zum Sportevent in Zürich und Lausanne gibt es auf: 2020.iihfworlds.com

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