Videocall von Bello - Mit dem DogPhone kann dich dein Hund bei der Arbeit anrufen
Publiziert

Videocall von BelloMit dem DogPhone kann dich dein Hund bei der Arbeit anrufen

Du bist ausser Haus, aber dein Hund vermisst dich zutiefst? Mit der Erfindung einer britischen Wissenschaftlerin soll er dich in Zukunft trotzdem kontaktieren können.

von
Dominique Zeier
1 / 6
Die Forscherin Ilyena Hirskyj-Douglas hat ein sogenanntes DogPhone erfunden.

Die Forscherin Ilyena Hirskyj-Douglas hat ein sogenanntes DogPhone erfunden.

University of Glasgow
Damit sollen Hunde, die zu Hause bleiben müssen, ihre Halterinnen und Halter unterwegs erreichen können. 

Damit sollen Hunde, die zu Hause bleiben müssen, ihre Halterinnen und Halter unterwegs erreichen können.

University of Glasgow
Möglich ist dies mittels eines spezialisierten Spielzeugs. 

Möglich ist dies mittels eines spezialisierten Spielzeugs.

University of Glasgow

Darum gehts

  • Eine Wissenschaftlerin aus Grossbritannien hat das sogenannte DogPhone erfunden.

  • Dabei handelt es sich um eine Technologie, mit der ein Hund seine Besitzerin oder seinen Besitzer von zu Hause aus anrufen kann.

  • Noch ist das DogPhone allerdings ein Prototyp.

  • Es habe aber grosses Potenzial, so die Entwicklerin.

Gewisse Büros erlauben das Mitbringen von Hunden an den Arbeitsplatz, aber andernorts ist dies strikt verboten. Oft sehnen sich aber Hundebesitzerinnen und -besitzer nach ihren Tieren oder fragen sich, was die Vierbeiner allein zu Hause so treiben. Oder es ist umgekehrt und der Hund vermisst das Herrchen oder Frauchen. Das Problem kennt auch die britische Wissenschaftlerin Ilyena Hirskyj-Douglas gut. Sie forscht an der Universität Glasgow und besitzt selbst einen zehn Jahre alten Labrador namens Zack.

Um auch während der Arbeit mit ihrem Vierbeiner in Verbindung treten zu können, hat sie das sogenannte DogPhone erfunden. Dabei handelt es sich um ein Gerät, mit dem der Hund die Besitzerin jederzeit mittels Videoanruf erreichen kann. Dies funktioniert mit einem Ball, der erkennt, wenn er vom Hund aufgenommen und geschüttelt wird. Dann wird automatisch ein Videoanruf auf einem Laptop gestartet, der es Zack erlaubt, seine Besitzerin zu sehen und mit ihr zu interagieren, wann immer er möchte.

Einsame Hunde

Laut Hirskyj-Douglas handelt es sich dabei um einen ersten Testlauf, was eine solche Technologie alles erreichen könnte. Beispielsweise könnte ein solches Gerät Haustieren helfen, die sich während der Zeit des Lockdowns und des Homeoffices an die Präsenz der Besitzerinnen und Besitzer zu Hause gewöhnt haben, sich nun aber einsam fühlen, wenn diese plötzlich wieder ins Büro müssen.

«Es gibt bereits Hunderte von Hundespielzeugen, die mit dem Internet verbunden werden können», erklärt Hirskyj-Douglas. «Dabei handelt es sich aber vor allem um Technologien, die dem Besitzer oder der Besitzerin und nicht dem Tier selbst helfen – wie beispielsweise Überwachungskameras. Nur die wenigsten ziehen dabei die Bedürfnisse des Hundes in Betracht.» Daher wolle sie dem Hund mithilfe des DogPhones die Kontrolle zurückgeben und ihm die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, wann er diese anwenden möchte und wann nicht.

Zack ruft an

Beim Test des DogPhones zeigte sich schliesslich, dass der Labrador Zack tatsächlich davon Gebrauch machte. So gingen in den ersten zwei Tagen 18 Anrufe ab. Bei der Hälfte davon handelte es sich allerdings um unabsichtliche Anrufe, die aus Versehen während eines Nickerchens ausgelöst wurden. Bei einigen der Anrufe, bei denen Zack wach war, interagierte der Hund allerdings mit dem Bildschirm, auf dem seine Besitzerin zu sehen war, und zeigte ihr mehrere seiner Lieblingsspielzeuge.

Nach einigen Verbesserungsrunden, in denen unter anderem der Bewegungssensor genauer auf die gewünschten Bewegungen abgestimmt worden war, kam es zu weniger zufälligen Anrufen. Im Durchschnitt setzte Zack dann fünf Anrufe pro Tag ab, bei denen er auf seine Besitzerin einging und Verhaltensweisen aufzeigte, die darauf hindeuten, dass er glaubte, tatsächlich mit ihr in einem Raum zu sein.

«Natürlich können wir uns nicht sicher sein, dass Zack wirklich verstanden hat, dass er mit dem Ball den Anruf auslöst», gesteht Hirskyj-Douglas ein. «Es ist aber klar, dass er einige Male sehr daran interessiert war, was er sah.» Nun ginge es darum, die Technologie zu verfeinern und auch für andere Hunde zugänglich zu machen.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

5 Kommentare