Transplantation: Mit dem Gesicht die Identität verloren

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TransplantationMit dem Gesicht die Identität verloren

Die erste Gesichtstransplantation in Spanien droht ein gerichtliches Nachspiel zu bekommen. Weil die Gesundheitsbehörden Informationen über den Spender veröffentlichten, fanden Medien dessen Name und Adresse heraus. Die Angehörigen erwägen nun eine Klage.

Die Gesundheitsbehörden hatten bekanntgegeben, dass es sich bei dem Spender um einen 35-jährigen Mann handelte, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war.

Ein Ärzteteam unter der Leitung des Chirurgen Pedro Cavadas hatte am Mittwoch einem 43-jährigen Spanier, dessen Gesicht durch ein Krebsleiden entstellt gewesen war, zu einem neuen Aussehen verholfen.

Der Eingriff war nach spanischen Angaben weltweit der achte dieser Art. Bisher hatte es Gesichtstransplantationen in Frankreich, China und den USA gegeben. Die Operation war nach ersten Angaben der Behörden erfolgreich, nähere Details wurden aber zunächst nicht mitgeteilt.

Nach spanischem Recht ist es verboten, Informationen zu verbreiten, die zur Identifizierung des Spenders führen können. Ein Teil der spanischen Presse veröffentlichte am Freitag jedoch den Namen und die Nationalität des 35-jährigen Unfallopfers. Reporter befragten Nachbarn nach dem Leben Mannes. Einige Zeitungen hielten sich dagegen zurück und berichteten keine Details.

(sda)

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