Wütender Stakhovsky: Mit dem Handy den Ballabdruck fotografiert
Aktualisiert

Wütender StakhovskyMit dem Handy den Ballabdruck fotografiert

Das hat die Tenniswelt auch noch nie gesehen: Nach einem umstrittenen Schiri-Entscheid macht Sergiy Stakhovsky mit seinem Handy ein Foto des Ballabdrucks.

von
fbu

So manch lustige Szenen haben sich auf Tennisplätzen schon abgespielt. An den French Open legt Sergiy Stakhovsky nun noch einen drauf. Bei seinem Erstrundenmatch gegen Richard Gasquet ist der Ukrainer mit einer Entscheidung des Referees überhaupt nicht einverstanden.

Während der Schiedsrichter den Ball als im Aus taxiert, ist Stakhovsky überzeugt, dass der Ball die Linie noch berührt hat. Das Hawk-Eye kann der 27-Jährige nicht zurate ziehen, die technische Hilfe wird in Paris nicht benutzt. Die Ballabdrücke sind aber in der Regel auf dem Sandbelag so gut zu sehen, dass die Schiedsrichter so zu einer Entscheidung finden.

Alles Reklamieren nützt nichts

In diesem Fall waren sich Referee Carlos Ramos und Stakhovksy aber nicht einig. Der Ukrainer redete auf den Unparteiischen ein – ohne Erfolg. Also schnappte sich der Ukrainer sein Handy aus der Sporttasche, fotografierte den Abdruck und kündigte an, sich beim Oberschiedsrichter zu beschweren.

«Ich erwarte jetzt eine Strafe. Also werde ich kämpfen», kündigte Stakhovsky an und erzählt, jeder wolle das Bild sehen. An den diesjährigen French Open wird ihm das allerdings nichts mehr nützen. Er verlor gegen Gasquet klar in drei Sätzen 1:6, 4:6, 3:6.

Troickis vierminütiger Ausraster

Erst vor rund zwei Wochen amüsierte sich die Tenniswelt über einen Ausraster von Viktor Troicki. Der Serbe schimpfte beim ATP-Turnier in Rom minutenlang auf den Unparteiischen ein, weil er überzeugt war, dass sein Ball nicht im Aus war. Troicki drohte sogar, die Partie aufzugeben, wenn sich der Oberschiedsrichter der Sache nicht annehme. Schiedsrichter Cedric Mourier liess sich aber nicht aus der Ruhe bringen.

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