«Mit dem Lager der Impfgegner habe ich nichts zu tun» – nun spricht Sarah Atcho
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Sie leidet an Herzbeutel-Entzündung«Mit dem Lager der Impfgegner habe ich nichts zu tun» – nun spricht Atcho

Der Schweizer Sprintstar Sarah Atcho fällt mehrere Wochen aus, sie leidet an einer Herzbeutel-Entzündung. Auf Instagram stellt sie einen Zusammenhang mit ihrer 3. Corona-Impfung auf. Nun äussert sie sich ausführlich.

von
Nils Hänggi
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Wie Sarah Atcho mitteilt, leide sie an einer Entzündung des Herzbeutels.

Wie Sarah Atcho mitteilt, leide sie an einer Entzündung des Herzbeutels.

athletix.ch / BEAUTIFUL SPORTS/A
Unter diesem Foto postete die 26-Jährige eine lange Nachricht.

Unter diesem Foto postete die 26-Jährige eine lange Nachricht.

Instagram/sarah_atcho
Die 26-Jährige muss aus diesem Grund die nächsten Wochen kürzertreten, darf keine Rennen bestreiten.

Die 26-Jährige muss aus diesem Grund die nächsten Wochen kürzertreten, darf keine Rennen bestreiten.

freshfocus

Darum gehts

Die Nachricht des Schweizer Sprintstars Sarah Atcho sorgte für grosses Aufsehen. Auf Instagram verkündete sie, dass sie an einer Perikarditis leide, einer Herzbeutelentzündung. Gemäss der 26-Jährigen verspürte sie fünf Tage nachdem sie Ende Dezember die dritte Dosis des Impfstoffs gegen Covid-19 erhalten hatte, erste Schmerzen in der Brust. Atcho vermutet einen Zusammenhang mit der Booster-Impfung; das schreibt die Sprinterin auf Instagram, die unter dem Post viel Zuspruch und Gute-Besserungs-Wünsche von ihren Fans erhält.

Nun spricht Atcho gegenüber dem Blick. Trotz der Tatsache, dass bei einer Corona-Erkrankung Komplikationen häufiger auftreten als bei der Impfung, glaubt der Schweizer Sprintstar nicht an einen Zufall. Gegenüber dem «Blick» sagt sie: «Niemand will den Zusammenhang zwischen der Impfung und der Perikarditis eindeutig herstellen. Aber die Spezialisten haben mir bestätigt, dass es möglich ist. Ich hatte im Herbst eine Kontrolle und alles war in Ordnung. Es kam also nicht aus dem Nichts. Die dritte Dosis habe ich kurz vor Weihnachten erhalten.»

«Heute habe ich Zweifel»

Sie stellt aber klar, dass sie keine Impfgegnerin sei. «Ich bin nicht der Meinung, dass sich die Menschen nicht impfen lassen sollten», so Atcho, die im letzten November zusammen mit anderen Persönlichkeiten die Schweizer und Schweizerinnen zur Impfung aufrief. Und: «Es besteht ein höheres Risiko, dass das Virus eine Herzentzündung verursacht. Ich war anfangs nicht von der Impfung überzeugt, aber sie war die beste Möglichkeit, die Pandemie zu verlangsamen und Todesfälle zu verhindern.» Persönlich habe sie sich vor allem impfen lassen, um zu den Olympischen Spielen in Tokio im letzten Sommer fahren zu können.

Atcho gibt aber auch zu: «Aufgrund meiner Erfahrung habe ich heute Zweifel, ob es für jüngere Menschen, die gesund sind, notwendig ist.» Eine Botschafterin für Impfgegner wolle sie jedoch nicht sein. «Mit dem Lager der Impfgegner habe ich nichts zu tun.»

Der Schweizer Sprintstar muss nun etwa einen Monat lang pausieren, muss ihr Herz ausruhen. Dass sie an die Öffentlichkeit ging, bereut sie nicht. Sie habe viele Nachrichten von Menschen erhalten, die mit der gleichen oder einer ähnlichen Krankheit zu kämpfen hätten. «Auch schrieben mir Menschen, die froh waren, dass ich meine Geschichte erzählt habe. Ich bin froh, wenn ich helfen kann», so Atcho in einer Insta-Story.

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