Berlusconi: Mit dem Militärjet zur Luxusvilla

Aktualisiert

BerlusconiMit dem Militärjet zur Luxusvilla

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi gerät kurz vor den Europawahlen ins Visier der Staatsanwaltschaft. Vorermittlungen sollen klären, ob der 72-jährige sein Amt missbraucht hat.

Stein des Anstosses ist, dass Berlusconi Privatleute und Bekannte mit einer Militärmaschine zu seiner Luxusvilla auf Sardinien fliegen liess. Italienische Medien berichteten am Donnerstag, es handle sich um ein übliches Verfahren, eingeleitet auf Drängen der Konsumentenschutzorganisation Codacons.

Berlusconi gab sich gelassen und sprach von einem «lächerlichen Fall», der nur bezeuge, wie kleinlich die Opposition sei. Nach den Vorwürfen wegen Steuerverschwendung sei die Untersuchung gegen ihn für die Staatsanwälte «obligatorisch, wird aber sicherlich zu den Akten gelegt».

Es kostet den Steuerzahler nichts

Am Vorabend hatte er es als praktisch bezeichnet, auch private Gäste auf einen auch ohne sie geplanten Flug in einer Staatsmaschine mitzunehmen. Das koste den Steuerzahler doch nichts.

Auf einem in Olbia aufgenommenen Foto eines sardischen Paparazzo ist zu sehen, wie Berlusconi zusammen mit seinem Lieblingssänger Mariano Apicella und einer Tänzerin ein Staatsflugzeug verlässt.

(sda)

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