Handy mit Stift: Mit dem Note 8 liefert Samsung ein Prunkstück
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Handy mit StiftMit dem Note 8 liefert Samsung ein Prunkstück

Das Note 8 ist ein Handy für Power-User, das fast alle Bedürfnisse der Zielgruppe abdeckt. Auch Fotografie-Fans finden Freude daran.

von
tob
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Das Note 8 ist Samsungs erstes Smartphone mit einer Doppelkamera. Diese überzeugt im Test. Dank den zwei Linsen steht ein optischer Zoom zur Verfügung. Mit der Live-Fokus-Funktion kann auch der Hintergrund im Nachhinein unscharf oder wieder scharf eingestellt werden.

Das Note 8 ist Samsungs erstes Smartphone mit einer Doppelkamera. Diese überzeugt im Test. Dank den zwei Linsen steht ein optischer Zoom zur Verfügung. Mit der Live-Fokus-Funktion kann auch der Hintergrund im Nachhinein unscharf oder wieder scharf eingestellt werden.

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Die Note-Serie richtet sich an Power-User. Mit dem S-Pen, dem Bedienstift von Samsung, stehen eine ganze Reihe zusätzlicher Funktionen bereit.

Die Note-Serie richtet sich an Power-User. Mit dem S-Pen, dem Bedienstift von Samsung, stehen eine ganze Reihe zusätzlicher Funktionen bereit.

Samsung
Das Schreiben damit fühlt sich im Vergleich zum Vorgänger nochmals etwas realistischer an.

Das Schreiben damit fühlt sich im Vergleich zum Vorgänger nochmals etwas realistischer an.

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Es ist grösser als sein Vorgänger, hat mehr Leistung und ein noch besseres Display. Das Note 8 ist Samsungs neues Flaggschiff und ein grosses «Sorry» an die Fans der Serie, die im letzten Jahr ihr Note 7 wegen Brandgefahr zurückgeben mussten.

Entschuldigung angenommen, Samsung. Das Smartphone ist eine gelungene Neuinterpretation eines Geräts, das durch und durch auf Produktivität ausgelegt ist. Ein grosses Thema ist natürlich der Akku, der schuld an der Rückrufaktion war. Heiss wird dieser im aktuellen Modell nicht.

Der Akku

Tatsächlich kann der Akku des Note 8 allerdings weniger Ladung aufnehmen als die Batterie, die im S8+ verbaut ist. Das Resultat ist zwar eine annehmbare, aber keine rekordverdächtige Laufzeit. Wenignutzer könnten mit dem Gerät mehr als einen Tag arbeiten, allerdings werden sich diese wohl kaum ein Note 8 kaufen.

Immerhin lässt sich die Batterie schnell wieder aufladen. Im Test lud das Gerät im Flugmodus von einem Prozent Akkustand in 30 Minuten auf 40 Prozent mit der Schnellladefunktion.

Die Kamera

Mit dem Note 8 liefert Samsung das erste Smartphone mit einer Dualkamera. Das eine Objektiv nimmt Fotos weitwinklig auf, das andere mit Vergrösserung. Nutzer erhalten so eine optische Zoomfunktion. Die Software kann zudem die Fotos der zwei Linsen kombinieren.

Iris-Scanner des Galaxy S8 ausgetrickts

Hackern des Chaos Computer Clubs ist es gelungen mit einem selber gebastelten Auge den Iris-Scanner des neuen Samsung-Smartphones zu überwinden. (Video: Tamedia/Chaos Computer Club)

Wie schon beim S8 ist der Autofokus der Kamera rasend schnell. Neu ist die Funktion mit dem Namen Live-Fokus. Damit lassen sich Sujets mit Unschärfe im Hintergrund ablichten. Dies wird in Echtzeit berechnet. Im Gegensatz zur Konkurrenz sieht man so das Resultat hier schon während der Aufnahme.

Der Modus hat im Test überzeugt. Die so gemachten Fotos wirken erstaunlich gut, gelingen aber nicht in jedem Fall. Die Unschärfe wirkt manchmal etwas aufgesetzt. Wem das nicht gefällt, hat auch die Möglichkeit, im Nachhinein das Bild im Hintergrund wieder gänzlich scharf zu stellen.

Das Fazit

Das Note 8 lässt sich kaum an seine technischen Grenzen bringen. Apps öffnen schnell und auch wenn viele davon gleichzeitig offen sind, ist das Smartphone immer noch flott. Besonders gefällt die Kamera. Diese hat das Potenzial, den aktuellen Spitzenreiter vom Thron zu stossen. Laut den Testern von Doxmark ist das derzeit das U11 von HTC. Man darf gespannt sein, wie das Note 8 hier abschneiden wird.

Das Display ist eine Wucht. Mit 6,3 Zoll bietet es zudem genug Platz, um auch Multitasking zu betreiben. Mit dem neuen S-Pen, Samsungs Stylus, ist das Kritzeln auf dem Display nun noch eine Ecke näher an Papier und Stift. Bemängelt werden muss aber, wie schon beim S8, die Position des Fingerabdrucksensors. Auf Höhe der Kamera ist er für Leute ohne lange Finger nur sehr schwer zu erreichen. Das alternative Entsperren mit Gesichtserkennung oder Iris-Scan funktioniert zwar besser als beim S8, allerdings immer noch nicht gleich zuverlässig wie der Fingerprint.

Mit dem Note 8 ist Samsung definitiv ein Prunkstück gelungen, das viele Power-User ansprechen wird. Das grosse Debakel rund um das Note 7 rückt so schon fast in Vergessenheit. Dass das Handy ein Top-Gerät ist, zeigt sich allerdings auch im Preis. Das Modell mit 64 GB Speicherplatz wird ab 1000 Franken verkauft.

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