23.06.2020 20:34

Musik-Streaming

Mit dem richtigen Beat bist du bis zu 12 Prozent wacher als sonst

Wer gezielt Musik hört, kann die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden steigern. Entscheidend ist die Frequenz.

von
Melanie Biedermann
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Die richtige Musik könnte dir helfen, in die Gänge zu kommen. Das weiss auch Kelsey Lu, die neben Popalben auch etwa Musik zur Meditation veröffentlicht.

Die richtige Musik könnte dir helfen, in die Gänge zu kommen. Das weiss auch Kelsey Lu, die neben Popalben auch etwa Musik zur Meditation veröffentlicht.

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Die 29-jährige Amerikanerin ruft mit ihrem Mini-Album «432» dazu auf, sich 20 Minuten Zeit zu nehmen, um sich nichts als der eigenen Entspannung zu widmen.

Die 29-jährige Amerikanerin ruft mit ihrem Mini-Album «432» dazu auf, sich 20 Minuten Zeit zu nehmen, um sich nichts als der eigenen Entspannung zu widmen.

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Wissenschaftler konnten nachweisen, dass der ungestörte Fokus auf eine Tätigkeit – sei das nun Joggen oder Meditation – Ermüdungserscheinungen mindert. Der Einsatz von Musik hat einen positiven Effekt von bis zu 12 Prozent.

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass der ungestörte Fokus auf eine Tätigkeit – sei das nun Joggen oder Meditation – Ermüdungserscheinungen mindert. Der Einsatz von Musik hat einen positiven Effekt von bis zu 12 Prozent.

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Darum gehts

  • Wer Musik mit seinem Schritttempo synchronisiert, trainiert effizienter.
  • Das Erreichen des sogenannten Flow State fördert wiederum die Entspannung.
  • Auch Popmusiker experimentieren mit Frequenzen, die unser Wohlbefinden steigern können.

«Rap mit 75 bis 90 BPM ist ideal zum Joggen», erklärt Costas Karageorghis gegenüber «The Guardian». Der Sportpsychologe erforscht an der Londoner Brunel University den Effekt von Musik auf die körperliche Leistungsfähigkeit. Wer die Frequenz seinem Schritttempo anpasse, könne seine Effizienz um 10 bis 15 Prozent steigern.

Weil wir unterschiedlichen Tempi folgen, sei es neben der Synchronisierung von Schritt und Beats entscheidend, einen sogenannten Flow State zu erreichen. «Wichtig ist, dass die Musik nicht unterbrochen wird», so der Forscher. Dann könne eine Art Autopilot-Effekt greifen: «Es ist, als würde die Musik von der internen Kommunikation mit Muskeln und Organen ablenken.» Im Flow empfinden wir demnach bis zu 12 Prozent weniger Ermüdung.

Effizienter und entspannter

Auch Popmusiker experimentieren immer wieder gezielt mit spezifischen Frequenzen. Die amerikanische Sängerin und Cellistin Kelsey Lu veröffentlichte vergangenen Freitag etwa das knapp 20-minütige «432», den dritten Teil einer Serie mit Musik zum Erholen.

432 Hertz gilt als natürliche Frequenz des Universums. Im Vergleich zur Masseinheit BMP, die das Tempo der Musik in Schlägen pro Minute («Beats Per Minute») misst, steht die Einheit Hertz für die physikalische Qualität der Musik; Hertz misst die Schwingungen pro Sekunde. Wissenschaftlicher gehen davon aus, dass wir uns der Natur verbundener fühlen, wenn sich unsere Schwingungen mit dem natürlichen Muster – 432 Hertz – synchronisieren.

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