Aktualisiert 01.08.2013 05:23

Spektakuläres VideoMit dem Space-Shuttle ins All und zurück

Die Nasa nimmt uns mit auf eine Spaceshuttle-Flug – hinauf in 65 Kilometer Höhe und wieder hinunter zur Erde. Der Soundtrack zu dem atemberaubenden HD-Video liefert Hollywood.

von
rey

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat ein ein atemberaubendes Video von einem Flug eines Space Shuttles veröffentlicht. Die Reise nimmt uns mit in 65 Kilometer Höhe und dauert rund acht Minuten. Das Video zeigt Aufnahmen, die so noch nie gesehen wurden: Von von Kameras, die an den Feststoff-Boostern der Weltraumshuttles befestigt sind. Mittendrin statt nur dabei.

Eine grosse Stärke des Videos ist der Ton: Dafür ist Skywalker Sound verantwortlich. Die zu Lucasfilm gehörende auf Film-Vertonung spezialisierte Firma ist etwa für den Soundtrack der Star-Wars-Filme verantwortlich. Wie die Nasa betont, ist der Sound echt und wurde von den Kameras aufgenommen. Das Hollywood-Studio habe sie nur bearbeitet.

450 Tonnen Treibstoff

Wie die «Welt» schreibt, wurde das Video aus mehreren Missionen zusammengesetzt. Es zeigt jede Phase der Mission eines Boosters, der beim Start 590 Tonnen wiegt – davon sind 450 Tonnen treibstoff. Die Energie stammt aus dem Verbrennen von Aluminium. Nach dem Start ist zu sehen, wie einige Stücke der Schaumstoffwärmedämmung abspringen und zur Erde fallen.

Space Shuttle und Jumbojet

Solche Schaumstoffstücke waren auch dafür verantwortlich, dass das «Columbia»-Shuttle 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte. Ein abgelöstes Schaumstoffstück hatte kurz nach dem Start den linken Flügel der «Columbia» getroffen und dort ein Loch in die Karbonbeschichtung gerissen. An dieser Stelle drangen dann später beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre heisse Gase in das Flügelinnere und zerstörten dessen Aluminiumstruktur. Bei dem Unglück kamen alle sieben Astronauten ums Leben.

Space Shuttle und Jumbojet

Bei einem weiteren Unglück, dem Fehlstart des Raumgleiters «Challenger» im Jahr 1986, waren die Booster selber die Ursache für die Katastrophe. In einer kalten Nacht vor dem Start des Shuttles waren Dichtringe eines Boosters undicht geworden. In einer besonders kalten Nacht vor dem Start des Shuttles waren Dichtringe eines Boosters undicht geworden. Die Fähre explodierte nach dem Start. Auch hier starben sieben Astronauten.

Die Booster trennen sich vom Shuttle

Eine besonders kritische Phase ist das Absprengen eines Boosters vom Haupttriebwerk. Damit nicht ein Booster vor dem anderen ausbrennt, werden beide gleichzeitig gestoppt: 125 Sekunden nach dem Start werden an der Spitze der Booster kleine Fenster aufgesprengt, die schlagartig zu einer Druckverringerung im Booster führen. Die Reaktion wird gestoppt.

In 45 Kilometern Höhe werden dann die Booster mit kleinen Hilfsraketen abgesprengt. Ab hier geht die Video-Reise ohne Shuttle weiter. Die Boosters steigen noch weiter in 65 Kilometer Höhe – dann geht es zurück Richtung Erde.

Als nächstes gehen die Fallschirme auf. Die wiederverwendbaren Boosters fallen 230 Kilometer von Cape Canaveral in Florida in den Atlantik und werden von zwei Schiffen geborgen. Noch steht in den Sternen, ob Booster dieser Bauart in Zukunft wieder einmal zum Einsatz kommen werden.

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