Die Amis rätseln: Mit dem Sturmgewehr im Apple Store
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Die Amis rätselnMit dem Sturmgewehr im Apple Store

US-Blogger wundern sich über einen bis an die Zähne bewaffneten Kunden im Genfer Apple Store. Und fragen sich: Will sich hier jemand ein iPad mit Waffengewalt ergaunern?

von
owi
Für Amerikaner verwirrend: Was macht der Kerl mit einem Sturmgewehr im Apple Store?

Für Amerikaner verwirrend: Was macht der Kerl mit einem Sturmgewehr im Apple Store?

«Hey Arschlöcher, mein iPhone ist kaputt und ihr werdet mir ein Ersatzgerät geben!» Ob der schwerbewaffnete Mann im Apple Store wirklich so schlimme Wörter in den Mund genommen hat, wie es sich der US-Techblog «Gizmodo», der das Foto entdeckt hat, zusammenreimt? Vermutlich nicht. Sitzt der Waffenträger in Zivil doch seelenruhig vor einem MacBook, als hinge da kein SIG Sturmgewehr 550 (oder ähnliches) an seinem Rücken.

Das entspannte Verhalten könnte eher darauf hinweisen, dass hier eine geheime Apple-Spezialeinheit einen gefälschten chinesischen Apple Store aufgemischt hat. Das würde auch erklären, warum der Geheimagent im Hintergrund mit der Sonnenbrille soeben den Missionserfolg ans Hauptquartier in Cupertino meldet. Und verwischen da nicht Apple-Truppen in blauer Uniform die Spuren des Gefechts?

Nerd-Special-Forces

Möglich ist auch, dass eine schnelle Apple-Eingreiftruppe losgeschickt worden ist, um einen ungläubigen Android-Jünger zu eliminieren, der es wagte ein heiliges iPhone-Display mit seinen Fingerabdrücken zu entweihen. Angeblich wurde gar ein Funkspruch zwischen einem gewissen Kommandanten Steve und einer geheimen Nerd-Special-Forces abgehört.

Steve: «Schickt unsere Nerd-Truppe rein. Verschont niemanden.»

Nerd-Truppenleiter: «Aber Kommandant, die Zivilisten …»

Steve: «Ich sagte, verschont niemanden. Oh, und noch dies: Bringt mir den beleibten Schwachkopf mit der Sonnenbrille – lebend.»

Der frei erfundene Dialog der US-Blogger von gizmodo.com macht eines klar: Die Amis können es kaum fassen, dass in der Schweiz Militärwaffen für den Transport mitgeführt werden dürfen. Statt in der friedlichen Schweiz vermuten die US-Kommentarschreiben den Apple Store denn auch eher im weniger idyllischen Israel.

Des Rätsels Lösung

Doch es handelt sich tatsächlich um «Good Old Switzerland»: Das Bild wurde bereits vor einem Monat vom US-Amerikaner Bill Harby, der mit einer Schweizerin verheiratet ist, im Genfer Apple Store aufgenommen. In seinem Blog für die Freunde in der Heimat schreibt er: «Die meisten Soldaten hier nehmen ihre Waffen nach dem Dienst nach Hause. Man sieht sie oft im Zug oder in den Städten mit ihren grossen Sturmgewehren.»

Also keine Verschwörung von oder gegen Apple, sondern lediglich ein Soldat, der wie so viele das Obligatorische schiessen muss. Und vor- oder nachher einen Halt im Apple-Store eingelegt hat.

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