Aktualisiert 28.07.2004 23:06

Benjamin Prado - «Als einer von uns Laura Salinas töten wollte»Mit dem Teufel im Bund

Iker, Angel und Alcaén sind so was wie Freunde. Der erste ist Schriftsteller, der zweite Arzt und der dritte ein einfacher Büroangestellter. Die drei treffen sich ab und zu in der Bar und heben einen übern Durst. Während die ersten beiden gerne über Ikers Projekte diskutieren und versuchen, dessen Schreibblockade zu lösen, hört Alcaén einfach gerne zu und träumt vor sich hin. In seiner Freizeit nämlich spielt er einen reichen Lebemann, der vorgibt, eine Villa kaufen zu wollen – und so schon hunderte von Immobilien besichtigt hat. Dabei lernt er eines Tages Laura Salinas kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie.

Benjamin Prados Roman «Als einer von uns Laura Salinas töten wollte» ist als Bericht verfasst. Man erfährt zuerst weder, wer ihn schreibt, noch wer Laura Salinas töten wollte. Der Plot ist spannender als bei einem Krimi und vollführt mehrere unerwartete Wendungen, bis man am Ende merkt, dass einer der drei es faustdick hinter den Ohren hat und wahrlich kein Engel ist.

Gregor Patorski

Info

Benjamin Prado: «Als einer von uns Laura Salinas töten wollte». Roman. Aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Luchterhand, München 2004, 190 Seiten, 33.60 Franken.

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