Kandidaten im Verhör: Mit den Hearings beginnt die heisse Phase im Bundesrats-Wahlkampf

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Kandidaten im VerhörMit den Hearings beginnt die heisse Phase im Bundesrats-Wahlkampf

Am Dienstagnachmittag müssen die Bundesratskandidatinnen und -kandidaten bei vier Parteien zu Hearings antreten. Damit beginnt die heisse Phase des Wahlkampfes.

von
Stefan Lanz
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Albert Rösti kandidiert für die SVP.

Albert Rösti kandidiert für die SVP.

20min/Stefan Lanz
Hans-Ueli Vogt kandidiert für die SVP.

Hans-Ueli Vogt kandidiert für die SVP.

20Min/Stefan Lanz
Eva Herzog kandidiert für die SP.

Eva Herzog kandidiert für die SP.

kostas maros / Tamedia AG

Darum gehts

  • FDP, GLP, Grüne und SVP haben die Kandidatinnen und Kandidaten für die zwei Bundesratssitze am 29. November zu Hearings eingeladen.

  • Die anderen Parteien befragen die Kandidatinnen und Kandidaten am 6. Dezember.

  • Wer bei den Hearings punktet, verbessert seine Wahlchancen für den Bundesrat.

Bei wem müssen die Kandidatinnen und Kandidaten antraben?

Bei der FDP, der GLP, den Grünen und der SVP. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden einzeln angehört, pro Person dauert das Hearing circa eine halbe Stunde. Die SP und die Mitte führen ihre Hearings am 6. Dezember durch. Die FDP und die GLP teilen ihre Hearings auf zwei Termine auf. Am 29. November werden die Kandidaten der SVP befragt, am 6. Dezember die Kandidatinnen der SP.

Welche SP-Kandidatin gewinnt?

Was passiert in diesen Hearings?

Die Hearings sind wichtig für die Meinungsbildung der einzelnen Fraktionsmitglieder. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden intensiv auf ihre politischen Standpunkte abgeklopft. Es ist eine Art Bewerbungsgespräch – auch und gerade beim politischen Gegner. Die Hearings finden zwar hinter verschlossenen Türen statt, in der Regel kommunizieren die Parteien danach aber ihren Eindruck der Kandidatinnen und Kandidaten und vor allem, wer besser abgeschnitten hat. Gelingt es einer Kandidatin oder einem Kandidaten, hier zu punkten, steigen seine oder ihre Wahlchancen.

Welcher SVP-Kandidat gewinnt?

Gibt es nur Hearings bei den Parteien?

Nein, auch der Bauern- und der Gewerbeverband lassen die Kandidatinnen und Kandidaten antraben. Beim Gewerbeverband stehen die Hearings am Dienstagabend an. Beim Bauernverband, oder besser gesagt den bauernnahen Parlamentsmitgliedern, fand das Hearing bereits am Montagvormittag statt.

 
Dem Vernehmen nach hat Elisabeth Baume-Schneider bei den Bauern mehr gepunktet als Eva Herzog. Insider sagen, sie habe neben guter Dossierkenntnis als Bauerntochter einen gewissen Heimvorteil. Bei den beiden SVP-Kandidaten sei Albert Rösti seiner Favoritenrolle gerecht geworden, aber Hans-Ueli Vogt sei keinesfalls abgeschlagen. Der Rechtsprofessor aus der Stadt Zürich habe sich gut vorbereitet und sich ins Landwirtschaftsdossier eingearbeitet, wurde anerkennend berichtet.  

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