Kleinere Masse: Mit den neuen Noten lässt sich einfacher Geld horten
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Kleinere MasseMit den neuen Noten lässt sich einfacher Geld horten

Die neuen Banknoten sind kürzer als die heutigen Scheine. So lassen sich künftig noch einfacher grosse Beträge mit Geldscheinen horten. Ein paar Rechenbeispiele.

von
lin

Am 12. April kommt die neue 50er-Note in den Umlauf. Neben einem neuen Design wird die Banknote auch eine neue Grösse haben. Statt wie bisher 74 mal 148 Millimeter wird der Schein nur noch 70 mal 137 Millimeter messen. Auch die restlichen Noten der neuen Serie sind kleiner. Laut dem Vizepräsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Fritz Zurbrügg, habe dieser Entscheid verschiedene Gründe. Einerseits sei die Produktion so effizienter. Andererseits sind kleinere Noten praktischer: «Wir erhalten Rückmeldungen, dass die 1000er-Note schwierig zu handhaben ist», so Zurbrügg. Auch ist sie rund zwei Zentimeter kürzer als die heutige.

Somit wird das Horten und Transportieren von grossen Geldbeträgen künftig einfacher, da weniger Platz benötigt wird. In einer mit 1000er-Noten gefüllten Aktentasche (5 Liter Volumen) lassen sich in Zukunft etwa 4,5 Millionen Franken transportieren. In einer Sporttasche (40 Liter) finden so rund 36 Millionen Franken Platz. In den Kofferraum eines Kleinwagens (380 Liter) würden gar gegen 340 Millionen Franken hineinpassen.

SNB hält an Tausendernote fest

Dass mit wenig Aufwand hohe Geldbeträge aufbewahrt und transportiert werden können, sorgte in jüngster Zeit vermehrt für Kritik. Grosse Noten machten es einfach, Geld zu waschen, und sie würden zur Terrorfinanzierung eingesetzt, lauten zwei der Vorwürfe. Die Europäische Zentralbank denkt auch aus solchen Gründen darüber nach, den 500-Euro-Schein aus dem Verkehr zu ziehen. Vor allem in Deutschland und Österreich gibt es deshalb hitzige Diskussionen.

Die Frage, ob die SNB weiter an der Tausendernote festhält, interessierte auch bei der Präsentation der neuen 50er-Note am Mittwoch in Bern. SNB-Präsident Thomas Jordan bekräftigte dabei abermals, dass eine Abschaffung des 1000-Franken-Scheins nicht zur Debatte stehe. «Die Tausendernote ist beliebt und sie wird auch im Zahlungsverkehr intensiv eingesetzt», so Jordan.

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