Aktualisiert 03.06.2011 15:23

Vorfreude«Mit der Schweiz ist noch zu rechnen»

Am Samstag bestreitet die Nati im Wembley-Stadion das kapitale EM-Qualifikationsspiel gegen England. Nati-Coach Ottmar Hitzfeld gibt sich kämpferisch.

von
Eva Tedesco, London
Nati-Coach Ottmar Hitzfeld im Park des Teamhotels Sopwell House, einem Landsitz von Lord Mountbatten, etwas ausserhalb von London. (Keystone/AP)

Nati-Coach Ottmar Hitzfeld im Park des Teamhotels Sopwell House, einem Landsitz von Lord Mountbatten, etwas ausserhalb von London. (Keystone/AP)

Die Ausgangslage ist klar: Die Schweiz (4 Punkte) kann lediglich mit einem Punktgewinn ihre Chancen auf eine Endrunden-Teilnahme wahren. Sechs Punkte beträgt der Rückstand in der Gruppe G auf England und Montenegro (je 10), das am Samstag gegen Bulgarien (20.30 Uhr) ran muss. Ottmar Hitzfeld äusserte sich einen Tag vor dem Länderspiel-Hit im Teamhotel Sopwell House zu den Chancen, zu Personalentscheiden und Systemfragen. Der Naticoach sagt über ...

... das Resultat: «Ein Sieg ist ein positives Resultat für mich. Wir haben einiges gutzumachen. Ich wünsche mir, dass die Mannschaft ein neues Gesicht zeigt und forsch und frech auftritt. Wir haben gegen England eine Riesenchance zu zeigen, dass mit der Schweiz noch zu rechnen ist.»

.... die Systemänderung: «Mit den grossen Angreifern Streller, Nkufo und der Qualität von Alex Frei war das 4-4-2 richtig. Im modernen Fussball geht man jetzt tendenziell zu einem 4-2-3-1 über, mit drei zentralen Mittelfeldspielern, die kreativ sein müssen. Das hat man zuletzt auch im Champions-League-Final gesehen. Es ist schön, dass in den Medien über das System diskutiert wird, entscheidend ist aber, welche Spieler man zur Verfügung hat und wie die Mannschaft die Umstellung aufnimmt.»

... das Wagnis Jugend: «Für mich gibt es kein Alt und Jung, sondern die Qualität und das Potenzial. Wir haben an die WM auch schon Xherdan Shaqiri mitgenommen und da war der gerade mal 18 Jahre alt. Ich habe kein Problem damit, einen Jungen ins kalte Wasser zu werfen.»

... ein England-Engagement: «Die Premier League kennt keine Winterpause, da muss man zehn Monate durcharbeiten. Ich wundere mich immer, wie Alex Ferguson in Manchester das durchhält. Das ist verdammt hart (lacht). Ich sehe meine Aufgabe beim SFV und mit aller Wahrscheinlichkeit ist es auch meine letzte Station.»

...die Chancen: «Wir haben intensiv trainiert. Die Vorfreude ist riesig und deshalb ist vielleicht auch eine gewisse Euphorie da. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir etwas Gutes machen am Samstag.»

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