Hüte deine Zunge: Mit der Xbox One wird nicht geflucht

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Hüte deine ZungeMit der Xbox One wird nicht geflucht

Der Xbox-Sensor Kinect erkennt nicht nur Bewegungen, sondern ist auch auf Stimmeingabe spezialisiert. Das hat zur Folge, dass User gesperrt werden, die sich im Tonfall vergreifen.

von
pru

Auch eine brandneue Konsole ändert nichts daran, dass sich gewisse Leute beim Spielen lautstark aufregen. Bei der kürzlich erschienenen Xbox One kann das zur Folge haben, dass man im Basketball-Spiel «NBA 2k13» beispielsweise schon mal ein technisches Foul kassiert, wenn man zu oft flucht. Nicht ganz so amüsant fanden User die Spracherkennungsfähigkeit des Kinect-Sensors, als sie ihre Gameplay-Videos hochladen wollten.

Der US-Blog Techcrunch berichtet von zahlreichen genervten Spielern, die ihre Xbox-Live-Account-Privilegien eingebüsst haben, weil sie in ihren Videos geflucht hatten. Microsoft bestätigte das Gerücht, dass man in der Tat seinen Live-Account riskiere, wenn man über das integrierte Upload Studio Videos hochlade, die Schimpfwörter enthalten.

Einige Xbox-User beklagten sich zudem darüber, dass sie Skype nicht mehr nutzen konnten. Der Konzern aus Redmond dementierte jedoch, dass sogenannte Peer-to-Peer-Gespräche wie Chat überwacht würden. Man werde aber die Zensurmassnahmen aufrechterhalten, um eine saubere Umgebung für alle Benutzer zu schaffen.

Startschwierigkeiten

Wie bei der PS4 verlief auch der Xbox-One-Start nicht ohne Zwischenfälle. Zwar erreichten die Meldungen noch nicht das Niveau des Red Ring of Deaths, aber dennoch genug, um für Aufmerksamkeit zu sorgen. So meldeten diverse Käufer, dass ihr Xbox-One-Laufwerk defekt sei und merkwürdige Geräusche von sich gebe. Betroffene User haben laut dem Game-Blog Polygon ein Gratisspiel als Entschädigung erhalten.

Weitere Klagen ertönen aus Grossbritannien. Scheinbar benutzt die Konsole beim TV-Streaming eine Bildwiederholfrequenz von 60Hz anstelle der europäischen Norm von 50Hz. Das Resultat ist ein stotterndes Bild. Bis Microsoft das Problem gelöst hat, verhelfen sich die Spieler mit Kniffs bei den Display-Einstellungen. Man solle zuerst die HDMI-Verbindung automatisch erkennen lassen. Dann ändert man die Auflösung zu 720p und wählt beim Bestätigungsfenster «Nein» aus. Danach sollte die Xbox wieder auf 1080p wechseln und statt 60Hz ein 50Hz-Signal ausstrahlen.

In der Schweiz kommt die Xbox One offiziell erst 2014 auf den Markt.

Den Schiri beschimpfen kann Folgen haben

(Quelle: Youtube/Ango)

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