02.04.2020 09:02

«Swiss Spende 3D»

Mit diesem Brief wollen Betrüger an Geld kommen

In den vergangenen Wochen versuchten Betrüger im Kanton Solothurn mit einer gefälschten Spendenaktion für Corona-Betroffene Geld zu machen. Die Kantonspolizei warnt.

von
rc
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Dieser Brief kursiert derzeit im Kanton Solothurn.

Dieser Brief kursiert derzeit im Kanton Solothurn.

Kapo Solothurn
Die Betrüger appellieren an die Solidarität der Bürger.

Die Betrüger appellieren an die Solidarität der Bürger.

Kapo Solothurn
Wer die Organisation im Internet sucht, findet heraus, dass diese gar nicht existiert.

Wer die Organisation im Internet sucht, findet heraus, dass diese gar nicht existiert.

Kapo Solothurn

Betrüger und Kriminelle versuchen derzeit, die Ängste und Unsicherheiten der Bevölkerung auszunutzen. Die Kantonspolizei Solothurn ruft zur Vorsicht auf: «Landesweit häufen sich Meldungen über Abzocker und Betrüger, die die aktuelle Situation schamlos ausnutzen», heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Denn auch im Kanton Solothurn sind Betrüger aktiv: So kursierte in den vergangenen Wochen eine gefälschte Spendenaktion, welche via Brief verschickt wurde.

«Ihr Beitrag ist wichtig, sei er auch noch so klein. Wir zählen auf ihre Solidarität», heisst es im gefälschten Spendenaufruf. Die Betrüger gaben an, mit dem Geld Pflegepersonal und Spitäler zu unterstützen. Ausserdem würden die Spenden in eine Präventionskampagne investiert. In der Tat landet das gespendete Geld in den Taschen der Betrüger.

Betrüger geben sich als Einkaufshelfer aus

«Prüfen Sie Angebote und Anbieter genau», rät die Kapo Solothurn. Denn was auf den ersten Blick wie eine Spendenaktion aussieht, entpuppt sich auf einen zweiten, prüfenden Blick relativ schnell als Schwindel. Die angegebene Organisation sucht man im Internet vergebens, sie existiert nicht.

Wie dreist Kriminelle in Zeiten von Corona vorgehen, zeigt auch diese Masche: «Betrüger geben sich an der Haustür als Einkaufshelfer aus und verschwinden dann mit Einkaufszettel und Geld», warnt die Kantonspolizei Solothurn. Einkäufe sollten ausschliesslich von Personen getätigt werden, die man kennt: «Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen, auch wenn diese noch so vertrauenswürdig erscheinen», sagt die Kapo Solothurn. Es komme gar vor, dass sich die Kriminellen Zutritt zur Wohnung verschafften – unter dem Vorwand beim Gesundheitsamt zu arbeiten.

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