Mit dem neuen SUV nimmt Polestar Mercedes und Co. ins Visier.

Ein dicker Brocken: Das dritte Modell und der erste SUV von Polestar streckt sich auf 4,90 Meter.

Ein dicker Brocken: Das dritte Modell und der erste SUV von Polestar streckt sich auf 4,90 Meter.

Polestar
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Bärenstarker Elektro-SUVMit diesem Brocken nimmt Polestar Mercedes und Co. ins Visier

Die Volvo-Tochter machte aus ihrem dritten Modell lange ein gut gehütetes Geheimnis – nun sind die Hüllen gefallen.

von
Peter Maahn

Das dritte Modell von Polestar und gleichzeitig der erste SUV der zum chinesischen Geely-Konzern gehörenden Marke ist ein dicker Brocken: Es streckt sich auf 4,90 Meter und powert mit einem Drehmoment bis 910 Newtonmetern sowie einer Leistung von 380 kW/517 PS vorwärts. Und seine riesige Batterie mit 111 kWh liefert eine Norm-Reichweite von 610 Kilometern.

Ohne Protz und Prunk

Schon die Papierform des luxuriösen Polestar 3 ist also bemerkenswert. Da seine Konkurrenten aber von Mercedes, Audi oder Tesla stammen, musste die Messlatte auch entsprechend hoch gehängt werden. Und da geht es bei Weitem nicht nur um Kraft und Batteriekapazität. Gefragt war der österreichische Chefdesigner Maximilian Missoni: Sein Team zeichnete ein Auto, das im Gegensatz zu manch anderen grossen SUV auf Protz und Prunk verzichtet und dafür mit geschmeidiger Glattheit daherkommt.

In der Seitensicht dominiert das scheinbar schwebende, nach hinten abfallende Dach. Vergleichsweise bieder dagegen ist das steile Heck, dessen Lichtblick die durchgehende Rückleuchten-Leiste ist. Da die Achsen fast drei Meter voneinander entfernt liegen, sind die Platzverhältnisse für die drei Rücksitzpassagiere fürstlich. Ein schmales Display hinterm Lenkrad liefert die nötigsten Informationen, ein 14,5-Zoll-Zentralmonitor dient zur Bedienung des Google-Betriebssystems.

Online bestellt werden kann der Euro-Asiate ab sofort, die ersten Autos werden aber erst im letzten Quartal nächsten Jahres ausgeliefert.

Online bestellt werden kann der Euro-Asiate ab sofort, die ersten Autos werden aber erst im letzten Quartal nächsten Jahres ausgeliefert.

Polestar
In der Seitensicht dominiert das scheinbar schwebende, nach hinten abfallende Dach.

In der Seitensicht dominiert das scheinbar schwebende, nach hinten abfallende Dach.

Polestar
Das Ambiente im Innern folgt bewusster Sachlichkeit mit hohem Alltagsnutzen.

Das Ambiente im Innern folgt bewusster Sachlichkeit mit hohem Alltagsnutzen.

Polestar

Zwei Motoren treiben den Polestar 3 an, die Verteilung der Antriebskraft übernimmt eine ausgeklügelte Elektronik variabel. In moderater Fahrweise kann der Heckantrieb kurzzeitig stillgelegt werden, was den Stromverbrauch senkt. Für ein feines Fahrgefühl sorgt eine Luftfederung mit verstellbaren Dämpfern. Insgesamt fünf Radaraugen, ebenso viele Kameras und zwölf Ultraschallsensoren liefern die Informationen für eine beachtliche Reihe von Assistenzsystemen. Als Sahnehäubchen soll Mitte den nächsten Jahres noch ein Lidar-System hinzukommen. Es kombiniert die Fähigkeiten von Laser und Radar, scannt einen weiten Bereich vor dem Auto in 3D-Qualität ab und meldet so viele Details ins Auto, dass drohende Kollisionen und sonstige Gefahren früher erkannt werden als bisher möglich.

Das alles treibt natürlich den Preis des Polestar 3 für die meisten möglichen Interessenten in unerreichbare Dimensionen. In den 99'900 Franken Basispreis sind viele Feinheiten wie die meisten Assistenzsysteme, ein Panorama-Glasdach, verstellbare Luftfederung, eine Klimaanlage mit dreifacher Luftreinigung oder eine 360-Grad-Kamera aber schon mit drin. Online bestellt werden kann der Euro-Asiate ab sofort, die ersten Autos werden aber erst im letzten Quartal nächsten Jahres ausgeliefert.

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