Foto-Falle - Mit diesem Game wirst du selbst Wildlife-Forscher oder Forscherin
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Foto-FalleMit diesem Game wirst du selbst Wildlife-Forscher oder Forscherin

Viele Tierarten, die auf der Erde leben, sind mittlerweile bedroht. Eine App will dafür Bewusstsein schaffen und arbeitet mit einer echten Wildtier-Studie zusammen.

von
Dominique Zeier
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Das Game «Unseen Empire» kann im Play Store und App Store gratis heruntergeladen werden. 

Das Game «Unseen Empire» kann im Play Store und App Store gratis heruntergeladen werden.

Screenshot
Es basiert auf einem Foto-Datensatz des Forscherteams rund um David Macdonald. 

Es basiert auf einem Foto-Datensatz des Forscherteams rund um David Macdonald.

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Darin zu finden sind 6 Millionen Bilder, die von Foto-Fallen in Südostasien geschossen wurden. 

Darin zu finden sind 6 Millionen Bilder, die von Foto-Fallen in Südostasien geschossen wurden.

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Darum gehts

  • Auf der Erde lebt eine Vielzahl an bedrohten Tierarten.

  • Eine App soll diese seinen Nutzerinnen und Nutzern näher bringen.

  • In spielerischer Form werden einem Bilder von Tieren gezeigt, die anschliessend identifiziert werden müssen.

  • Die Bilder stammen aus einer echten Studie zu bedrohten Tierarten.

  • Die App ist gratis zum Download verfügbar.

Allein in den letzten paar Jahrzehnten haben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen einen 68-prozentigen Rückgang in der Diversität der wild lebenden Tierarten beobachtet. Dennoch fehlen laut CNN mehr als 800 Milliarden Dollar pro Jahr, um zu ermöglichen, dass dieser Rückgang an Tierarten bis ins Jahr 2030 gestoppt wird. Und wie Gautam Shah, IT-Experte und Wildtier-Liebhaber weiss, liegt dies unter anderem daran, dass die Menschen keinen persönlichen Bedarf oder Nutzen darin sehen, den Schutz der Natur und ihrer Biodiversität zu unterstützen.

Um dies zu ändern, hat er sich das Wissen, das er sich während seiner 20-jährigen IT-Karriere angeeignet hat, zu Nutzen gemacht und die App «Unseen Empire» programmiert. Es handelt sich dabei um ein Handy-Spiel, das den Nutzerinnen und Nutzern die Artenvielfalt und Einzigartigkeit der Tierwelt näher bringen soll. Damit soll das Interesse am Wildtierbestand auch bei Personen geweckt werden, die sich zuvor noch nie mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.

Suche nach dem Nebelparder

«Unseen Empire» basiert auf einem riesigen Datensatz an Bildern, die aus einer Studie stammen, die bereits seit Jahrzehnten läuft. Geleitet wird diese von Professor David Macdonald der Wildlife Conservation Research Unit der Universität von Oxford. Ziel der Studie ist es, den Lebensraum des sogenannten Nebelparders zu untersuchen, von dem es auf der Welt nur noch 10’000 Exemplare geben soll.

Um dies möglich zu machen, haben die Forschenden um Macdonald an allen Stellen, an welchen der Nebelparder vermutet wird, Kamerafallen aufgestellt. Diese fotografieren aber natürlich alles mögliche, was sich bewegt und nicht nur Nebelparder. So ist über die Jahre hinweg ein Datensatz mit über 6 Millionen Wildtierfotografien entstanden.

Mehr Verständnis

Dies macht sich die App «Unseen Empire» zunutze. Ziel des Spiels ist es, Fotografien des Nebelparders anzufertigen, aber auf dem Weg dahin alle anderen Tiere, die ebenfalls in die Bildfalle tappen, zu identifizieren. So werden dem Spieler oder der Spielerin echte Bilder wild lebender Tiere angezeigt, die sie anschliessend dem richtigen Namen zuordnen müssen.

So sollen mehr Menschen dazu aufgefordert werden, sich mit bedrohten Tierarten zu beschäftigen. «Wenn du niemals eine Erfahrung mit einem bestimmten Element der Natur gemacht hast, welche Motivation hast du dann, dich persönlich dafür zu interessieren?», erklärt Macdonald gegenüber CNN. «Ich denke, wenn man mehr Verständnis mitbringt, dann möchte man auch mehr darin investieren, ein gutes Ergebnis zu sehen.»

Das Spiel ist gratis in Googles Play Store und Apples App Store erhältlich.

Digital-Push

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So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tipp unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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