Tinder Platinum: Mit diesem Tinder-Abo kannst du auch ohne Match Leute anschreiben
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Tinder PlatinumMit diesem Tinder-Abo kannst du auch ohne Match Leute anschreiben

Die Dating-App Tinder hat ein Platinum-Abo eingeführt. Damit kann man mit anderen Nutzern in Kontakt treten – selbst wenn diese nicht nach links gewischt haben. Vor allem bei Frauen sorgt diese neue Option für Unmut.

von
Reto Heimann
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Tinder führt ein neues Premium-Abo ein.

Tinder führt ein neues Premium-Abo ein.

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Mit dem Platinum-Abo kann man Leute anschreiben, ohne mit ihnen zu matchen.

Mit dem Platinum-Abo kann man Leute anschreiben, ohne mit ihnen zu matchen.

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Gerade bei Frauen sorgt dieses Abo für Kritik.

Gerade bei Frauen sorgt dieses Abo für Kritik.

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Darum gehts

  • Auf Tinder gibt es neu das Platinum-Abo.

  • Mit dem Platinum-Abo erkaufen sich Nutzer das Vorrecht, andere anzuschreiben – auch ohne Match.

  • Männer freuen sich über das neue Abo – Frauen ärgern sich.

Das Prinzip der Dating-App Tinder ist einfach. Auf dem Handy werden einem die Profile anderer Nutzer angezeigt. Wischt man nach rechts, gibt man der anderen Person ein Like. Wischt man nach links, signalisiert man, dass man kein Interesse an der anderen Person hat. Geben sich beide Personen ein Like, kommt es zum Match: Die beiden Nutzer können anfangen miteinander zu schreiben.

Ein neues Abo bricht nun damit: Wer sich für das Platinum-Abo bei Tinder anmeldet, erhält die Möglichkeit, jemandem zu schreiben, ohne dass es zu einem Match gekommen ist. Dazu kommen andere Funktionen, die Platinum- vor gewöhnlichen Tinder-Nutzern bevorzugen. So werden den anderen Nutzern Likes von Platinum-Usern weiter oben angezeigt. Je nachdem, wie alt man ist, welches Geschlecht man hat oder wo man sich befindet, kostet das Platinum-Abo zwischen umgerechnet 15 und 35 Franken monatlich.

Das Angebot von Tinder Platinum richtet sich hauptsächlich an Männer. Gerade bei Frauen sorgt es für Kritik. «Tinder lässt jetzt zu, dass Dudes sich das Recht erkaufen können, Frauen ohne deren Einverständnis zu schreiben», regt sich eine Tinder-Userin auf Twitter auf. Und ironisch fügte sie dazu: «Danke Tinder, dass ihr uns so gut schützt.» Dazu der Screenshot, wie sie die Tinder-App von ihrem Smartphone löscht.

Andere Dating-Plattformen setzen auf andere Konzepte: Die sich ebenfalls grosser Beliebtheit erfreuende Dating-App Bumble verlangt, dass Frauen den ersten Schritt unternehmen. Kommt es zu einem Match, kann nur die Frau den Mann anschreiben. Damit sollen unangemessenen, übergriffigen und sexistischen Nachrichten ein Riegel vorgeschoben werden. Das Modell scheint erfolgreich zu sein: Der Börsengang von Bumble Anfang Februar machte deren Gründerin Whitney Wolfe Herd über Nacht zur Milliardärin.

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Deine Meinung

21 Kommentare
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Cashmir

21.02.2021, 22:50

Ich hab "Superpremium VIP+". Das heisst, dass ich die Tinderellas nur anzuklicken brauche, und schon klingeln sie an meiner Tür.

Frei und Glücklich

21.02.2021, 22:25

Froh drüber all diese oberflächlichen Apps gelöscht zu haben. Die Mehrheit der Männer auf diesen Plattformen sind Prinzen mit Testosteron-Defizit-Syndrom. Ohne Dating bin ich frei von dem „Stress“ und habe umso mehr Zeit für sinnvolleres. Wahre liebe findet andere Wege.

Peter w

21.02.2021, 16:25

Ist eh alles nur Lug und Betrug.