Grow Up: Mit diesen Kosten musst du beim Auszug rechnen
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Grow UpMit diesen Kosten musst du beim Auszug rechnen

Den Auszug aus dem Hotel Mama können die meisten kaum erwarten. Doch auf eigenen Füssen zu stehen, kostet mehr, als man denkt. Wir zeigen auf, mit welchen Kosten du rechnen solltest.

Den Lebensunterhalt auf eigene Faust zu bestreiten, kostet hierzulande eine Menge Geld. Wer sparen will, zieht eher in eine WG, denn hier lässt sich vor allem die Miete unter mehreren Parteien aufteilen. Aber Vorsicht: Zu den Lebenskosten in der Schweiz gehört definitiv mehr als nur der monatliche Mietzins.

• Die Mietkosten: Um dir Probleme mit deinen Mitbewohnern oder der Verwaltung zu ersparen, richtest du für die Überweisung des monatlichen Mietzinses am besten einen Dauerauftrag ein, der garantiert, dass deine Miete vor Ende des Monats überwiesen ist.

• In der Regel verpflichtest du dich beim Einzug zur einmaligen Bezahlung eines Mietzinsdepots, welches bis zum Auszug gesperrt bleibt. Hierfür musst du im Minimum mit einer zusätzlichen Monatsmiete rechnen – bei einer eigenen Wohnung gerne mal mit dem Dreifachen.

• Einrichtungsgegenstände wie ein neues Bett oder ein Kleiderschrank sind häufig vonnöten, da die Zimmergrössen stark variieren. Für die erste Wohnung empfiehlt es sich jedoch erst mal, gebrauchte Möbel anzuschaffen.

• Sollten die Nebenkosten nicht im Mietzins mit einberechnet werden, kommen für die Heiz- und Wasserkosten sowie Internet und Billag monatlich rund 150 Franken hinzu.

• Möchtest du dich von deinen Eltern komplett unabhängig machen, gehören monatliche Krankenkassenprämien genauso zu deinen Ausgaben wie Steuern und Versicherungsbeiträge.

• Wohl einer der grössten Posten, der gerne unterschätzt wird, sind die Lebensmittelausgaben. Für Essen, Shampoo oder Waschmittel kommt auf einen Monat gerechnet ein ganz schöner Batzen zusammen. Nicht zu vergessen: all die Mahlzeiten unterwegs, inklusive gelegentlicher Restaurantbesuche.

• Kosten für den ÖV oder dein Privatfahrzeug (inklusive Parkplatz- und Reparaturkosten) dürfen in deiner Gesamtrechnung nicht fehlen.

• Auch gerne vergessen gehen allgemeine WG-Posten, wie Putzmittel, WC-Papier oder sonstige Haushaltsutensilien. Um den Überblick über die Kostenteilung zu behalten, empfehlen sich Apps wie Splitwise, mit welchen alle Mitbewohner ihre Ausgaben eintragen und untereinander aufteilen können.

• Auch Ausgaben für Ausgang, Shopping, Coiffeur und Freizeitaktivitäten sollten in deiner Rechnung nicht fehlen.

• Auf keinen Fall vergessen: Rechne ein Notpolster mit ein. Sogenannte Rückstellungen bezeichnen Ausgaben für diverse Reparaturen, den Zahnarzt oder Geschenke.

Die Lebenshaltungskosten in Schweizer Städten sind, je nach Region, sehr unterschiedlich. Im Internet findest du diverse Rechner und nützliche Zusammenstellungen. Als Faustregel gilt, dass die Mietkosten ein Viertel deines Nettoeinkommens nicht übersteigen sollten.

Verständlich ist natürlich, dass man den Auszug aus dem Hotel Mama kaum erwarten kann, leben doch fast alle Freunde bereits schon in WGs. Doch unter Umständen kann es sich lohnen, noch eine Weile bei den Eltern zu verweilen, wenn die finanziellen Mittel noch nicht ausreichen.

Sparsam zu leben, will gelernt sein, und jeden Rappen umdrehen zu müssen, kann auf die Dauer sehr belastend sein. Wir raten daher: Warte mit dem Auszug, bis du dich finanziell wirklich sicher fühlst.

Schon Mitte 20, aber noch immer nicht wirklich im Erwachsenenleben angekommen? No need to panic! «Grow Up» beantwortet dir alles, was du spätestens mit 30 wissen musst. Seien es Fragen zur Karriere, dem Umgang mit Geld oder den Behörden: Hotel Mama war gestern. Sende deine Frage an grow.up@20minuten.ch

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