27.08.2020 15:12

Putz-TippsMit diesen Putzmitteln bleibt auch die Umwelt sauber

Zitronensäure, Essig, Soda und Natron sind eine umweltschonende Alternative zu herkömmlichen Reinigungsmitteln. So setzt ihr sie effizient ein.

von
Stephanie Sigrist
Mit einigen Tipps und Tricks kann fast ganz auf herkömmliche Putzmittel verzichtet werden. Natron beispielsweise eignet sich gut für die Reinigung von Badezimmer-Vertäfelungen. 

Mit einigen Tipps und Tricks kann fast ganz auf herkömmliche Putzmittel verzichtet werden. Natron beispielsweise eignet sich gut für die Reinigung von Badezimmer-Vertäfelungen.

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Ob Power-Entkalker, Turbo-Badreiniger oder Super-Fleckenentferner: Jedes Jahr kommen zahlreiche neue Putz- und Reinigungsmittel auf den Markt. Diese erreichen oftmals über die Kanalisation die Kläranlagen. Substanzen, die in den Reinigungsanlagen nicht abgebaut werden können, kommen schliesslich in den natürlichen Wasserkreislauf. Je weniger Chemikalien im Abwasser landen, desto geringer ist das Risiko, dass sie über Umwege ins Trinkwasser gelangen. Obwohl Fernsehwerbung uns seit Jahren einzutrichtern versucht, dass saubere Wohnungen nach Lavendel, Zitrone, Wald oder Blumenwiese zu duften haben, hat wahre Sauberkeit keinen Geruch. Nach Putzmittel-Parfüm riechende Bäder, Küchen oder Wohnzimmer bedeuten vielmehr, dass sich noch Rückstände des Produkts auf den gereinigten Oberflächen befinden. Diese Dämpfe belasten die Wohnungsluft und sind umwelt- sowie gesundheitsschädigend. Ein sauberes Zuhause kann auch mit Zitronensäure, Essig, Soda und Natron erreicht werden. Hier gibt es einen Überblick, wie ihr natürliche Reinigungsmittel richtig einsetzt.

Zitronensäure: In Pulverform oder flüssig erhältliche Zitronensäure kann zum Entkalken von Küchen und Badezimmern eingesetzt werden. Eine Tasse warmes Wasser mit einem Esslöffel Zitronensäurepulver befreit Pfannen ausserdem von angebrannten Essensrückständen. Die Lösung dazu in der betroffenen Pfanne aufkochen und einige Stunden einwirken lassen. Zitronensäurepulver kann auch als Weichspüler für weisse Wäsche verwendet werden. Achtung: Da Zitronensäure leicht bleichend wirkt, sollte dieser natürliche Waschzusatz nicht für bunte oder schwarze Kleidung verwendet werden.

Essig: Haushaltsessig eignet sich besonders gut zur Kalkentfernung von Wasserkochern, Kaffeemaschinen, Wasserhähnen, Duschköpfen und Edelstahloberflächen. Bei Marmor, Naturstein oder anderen kalkhaltigen Oberflächen sollten nur sehr stark verdünnte Essiglösungen verwendet werden. Eine Mischung aus je einem Teil Essig und einem Teil Wasser ersetzt zudem Glasreiniger. Dazu könnt ihr die Lösung in eine Sprühflasche füllen – und schon können damit Fenster, Spiegel und Backofentüren gereinigt werden.

Soda: Das auch unter dem Namen Natriumcarbonat bekannte Hausmittel ist in den meisten Drogerien erhältlich und hilft, Fettflecken aus der Kleidung zu entfernen, Pfannen oder Backbleche zu reinigen und ist eine wichtige Grundzutat bei der Herstellung von umweltverträglichen Abwasch- und Waschmitteln. Aus Sodapulver und Essig kann zudem ein natürlicher Abflussreiniger hergestellt werden: Einfach vier Esslöffel Pulver in den verstopften Abfluss geben und eine halbe Tasse Essig nachkippen. Daraufhin muss man das natürliche Abflussputzmittel ein paar Minuten einwirken lassen und anschliessend mit heissem Wasser nachspülen.

Natron: Aus Natron und nur wenigen weiteren Zutaten lässt sich schnell ein effektiver Allzweckreiniger selbst machen. Dazu müssen bloss zwei Teelöffel Natronpulver, zwei Teelöffel geraspelte Kernseife, etwa ein halber Liter warmes Wasser und ein Spritzer Zitronensaft gemischt werden. Zuerst die Kernseife im warmen Wasser auflösen, dann Natronpulver und Zitrone dazugeben und die Lösung abkühlen lassen. Dies ergibt gut einen halben Liter Universalreiniger. Natron reinigt zudem Badezimmer-Vertäfelungen: Drei Esslöffel Natronpulver mit einem Esslöffel Wasser und einem Teelöffel Essigessenz mischen und die Paste mit einer alten Zahnbürste in den Fugen verteilen. Ein paar Stunden einwirken lassen, dann mit der Zahnbürste abschrubben und feucht nachwischen. Das Hausmittel ersetzt auch aggressive Backofenreiniger. Dafür mischt ihr einen Teil Pulver mit einem Teil Wasser und trägt die Paste auf die Verschmutzungen im Backofen auf. Nachdem die Paste einige Stunden einwirken konnte, muss man sie mit einem Schwamm abschrubben.

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24 Kommentare
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Heidi Heidnisch

28.08.2020, 23:59

Meine 70 jährige Nepalesische Hausbesitzerin hat ihr Leben lang das Geschirr (alles Stahl) mit Neem-Seife und Sand geputzt. Für die Räume aus Bambus/Lehm hat sie jeweils eine Mischung aus Lehm, Stroh, und Kuh Urin benützt. Gerochen hat das nach dem Trocknen nie mehr, und Insekten blieben auch fern.

Alles

28.08.2020, 18:37

Hmmm..... fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt. Grosi putzte auch schon mit diesen Mitteln. Früher war halt alles besser!

Marä

28.08.2020, 18:26

Wir schauen beim Putzen nicht auf die Umwelt. Was zählt ist die Sauberkeit und Reinheit