Energy Challenge: Mit diesen Tipps schwitzen Sie in der Nacht weniger
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Energy ChallengeMit diesen Tipps schwitzen Sie in der Nacht weniger

Heisse Nächte machen vielen Schweizern zu schaffen. Wie können Sie verhindern, dass sich Ihre Wohnung wie eine Sauna anfühlt?

von
sts
Um eine Erkältung zu vermeiden, sollten Sie auch in Tropennächten nicht nackt schlafen

Um eine Erkältung zu vermeiden, sollten Sie auch in Tropennächten nicht nackt schlafen

The Simpsons / 20th Century Fox

Diese Woche erreichen die nächtlichen Tiefsttemperaturen in vielen Orten der Schweiz an die 20 Grad Celsius. Da der menschliche Körper sehr sensibel auf Veränderungen reagiert, können wir nur beruhigt einschlafen, wenn uns die Umgebungsbedingungen vertraut sind. Sind die Aussentemperaturen höher als wir es gewohnt sind, kann der Körper nicht – wie normalerweise in der Nacht – um ein halbes bis ein ganzes Grad absinken, was vielfach zu Einschlaf- oder Durchschlafproblemen führt. Wie stark uns die Hitze zu schaffen macht, hängt unter anderem von der Luftfeuchtigkeit ab. So ertragen die meisten Menschen in unseren Breitengraden trockene Hitze besser als schwüle.

In immer mehr Gebäuden regulieren Klimaanlagen Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Schweizweit werden laut einer Untersuchung von EnergieSchweiz rund acht Milliarden Kilowattstunden Strom für das Kühlen von Privathäusern, Büros und Läden verbraucht. Das sind 14 Prozent des gesamten inländischen Elektrizitätsverbrauchs. Gerade Privathäuser oder -wohnungen lassen sich dank simpler Tricks jedoch auch ohne Klimaanlage etwas herunterkühlen. Nachfolgend gibt es fünf Tipps, wie Sie tiefere Raumtemperaturen erzielen – ohne Ihre Stromrechnung in die Höhe zu treiben.

Gebäudeisolation: Ein gut isoliertes Haus sorgt im Winter nicht nur für tiefere Heizkosten, sondern schützt im Sommer auch vor der Hitze. Gebäude mit heller Fassade werden zudem weniger heiss als Häuser mit dunklen Aussenwänden. Noch besser ist eine begrünte Fassade, weil Pflanzen bei der Verdunstung Kälte abgeben. Schattenspendende Bäume vor dem Fenster helfen ebenfalls beim Kühlen. Mithilfe dieses Tipps sollte eine zwei bis drei Grad unter der Aussentemperatur liegende Raumtemperatur erreicht werden können.

Sonnenschutz: Schliessen Sie tagsüber die Läden und lassen Sie die Storen oder Markisen herunter – auch auf der sonnenabgewandten Seite. Falls Sie keinen aussen liegenden Sonnenschutz haben, helfen auch Vorhänge. Diese sind allerdings deutlich weniger wirksam als Aussenstoren.

Lüften: Öffnen Sie entweder vor dem Schlafengehen oder gleich nach dem Aufstehen alle Fenster, um die Wohnung durchzulüften. Zu diesem Zeitpunkt sind die Aussentemperaturen tiefer als diejenige in Ihren vier Wänden. Sobald die Sonne scheint, gilt es, sämtliche Fenster zu schliessen und Sonnenschutz anzubringen.

Geräte: Schalten Sie alle elektrischen Geräte aus, die nicht dringend benötigt werden. Computer, Fernseher, Kaffeemaschine und Waschmaschine produzieren auch im Standbybetrieb Wärme.

Tücher: Hängen Sie abends feuchte Tücher oder Leintücher im Schlafzimmer auf. Wenn die Tücher trocknen, wird der Luft Wärme entzogen und es entsteht sogenannte Verdunstungskälte. Am besten funktioniert der Trick abends, wenn die Fenster geöffnet sind und die Verdunstungskälte durch den Luftzug in den Räumen verteilt wird. Eine weitere Möglichkeit ist es, Vorhänge nass zu machen. Bei schwülen Wetterbedingungen kann der Tipp allerdings kontraproduktiv sein, da die Luft noch feuchter wird.

Haben Sie Tipps, wie man trotz der Hitze gut schlafen kann? Verraten Sie es uns im Kommentarfeld.

Energy Challenge 2018

Die Energy Challenge 2018 ist eine nationale Aktion von EnergieSchweiz und dem Bundesamt für Energie (BFE) rund um die Themen Energieeffizienz sowie erneuerbare Energien. Das Ziel in diesem Jahr ist, dass die Schweizer Bevölkerung gemeinsam mit den Partnern der Energy Challenge 2018 gesamthaft 30 Millionen Kilowattstunden einspart. Als Medienpartner beleuchtet auch 20 Minuten den Themenschwerpunkt mit Reportagen, Interviews, Energiespartipps und Quiz-Spielen. Mehr Infos gibt's in der kostenlosen Energy-Challenge-App für Android oder für iOS.

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