17.07.2018 03:48

Rent a Rentner

Mit dieser neuen App kann man Senioren mieten

Auf der Online-Plattform Rent a Rentner bieten arbeitswillige Senioren ihre Dienstleistungen an. Nun gibt es die passende App dazu.

von
mon
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Senioren und Seniorinnen bieten auf der Website Rent a Rentner ihre Dienstleitungen an. Jetzt gibt es die passende App dazu.

Senioren und Seniorinnen bieten auf der Website Rent a Rentner ihre Dienstleitungen an. Jetzt gibt es die passende App dazu.

zvg
Reto Dürrenberger, Sarah Hiltebrand und ihr Vater Peter Hiltebrand sind die Gründer von Rent a Rentner.

Reto Dürrenberger, Sarah Hiltebrand und ihr Vater Peter Hiltebrand sind die Gründer von Rent a Rentner.

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Mittlerweile sind 1600 Senioren aktiv.

Mittlerweile sind 1600 Senioren aktiv.

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Von Dogsitting über Steuerberatung bis zu Elektro- oder Sanitärarbeiten – rund 1600 arbeitswillige Senioren bieten derzeit ihre Dienstleitungen auf der Online-Arbeitsplattform Rent a Rentner an. «Es funktioniert fast so wie bei Uber. Interessierte Personen können Rentnerinnen und Rentner in der Nähe suchen, buchen und anschliessend bewerten», erklärt Reto Dürrenberger, einer der drei Zürcher Gründer.

Um den Ablauf zu vereinfachen, wurde neu die dazugehörige App RentnerFinder lanciert – vorerst nur für iPhones: «Das Angebot auf der App bleibt aber ähnlich wie das auf unserer Website.» Zu den Kunden gehören nicht nur Privatpersonen, auch Vereine und Grossunternehmen buchen die Dienstleitungen der Senioren. «Bei 325 Kategorien und Unterkategorien ist für jeden etwas dabei», sagt Dürrenberger.

Die Senioren gestalten ihre Preise selber

Welchen Betrag die Rentner für ihren Arbeitsaufwand verlangen, ist individuell: «Aber gratis gibt es nichts.» Um den Briefkasten zu leeren, zahlt man beispielsweise rund 15 Franken: «Die Preise legen die Senioren fest – wir stellen nur die Plattform zur Verfügung», sagt der Zürcher. Zusatzkosten für die Nutzung der App gibt es für den Auftraggeber nicht.

Anders bei den Rentnern. Für sie gibt es drei verschiedene Mitgliedschaften: Basis für 0 Franken, Premium für 7 Franken im Monat und Ambassador für 18 Franken pro Monat. «Je teurer die Mitgliedschaft, desto mehr Möglichkeiten haben die Senioren auf unserer Plattform – man kann sich für mehr Tätigkeiten eintragen lassen, kann die Live-Chat-Funktion nutzen oder weitere Bilder hochladen», so Dürrenberger.

Entstanden ist die Idee für die Plattform bereits 2009. Der Vater von Dürrenbergers Partnerin stand kurz vor der Pensionierung, wollte aber nicht zum alten Eisen gehören: «Wir dachten uns, dass es vielen älteren Leuten so geht – und dass das sicher eine gute Geschäftsidee wäre.»

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