Zürich: Mit einem Abo kann man 50 Fitnessstudios nutzen
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ZürichMit einem Abo kann man 50 Fitnessstudios nutzen

Mit dem Smart Fitness Pass kann man für 160 Franken pro Monat in Zürich Fitnesskurse aus 50 verschiedenen Studios besuchen. Im Ausland bewährt sich das Konzept bereits.

von
zed

Wem es zu eintönig ist, jede Woche denselben Kurs im selben Fitnessstudio zu besuchen, hat seit Montag die Möglichkeit, Abwechslung in sein Sportleben zu bringen. Ab sofort ist der erste Smart-Fitness-Pass der Schweiz erhältlich, der es möglich macht, das Sportkurs-Angebot wie etwa Yoga-, Karate- oder Konditionskurse von über 50 Zürcher Fitnessstudios in Anspruch zu nehmen.

Maxim Markert ist der Gründer der Firma Jimee, die das Abonnement anbietet, und er ist auch selbst begeisterter Sportler. «Für mich wäre ein Jahresabo in einem Fitnessstudio nicht in Frage gekommen. Ich mag Abwechslung», sagt er. In Amerika sei er auf dieses integrative Abo-Konzept gestossen. «In der Schweiz gab es so etwas aber noch nicht, also habe ich zusammen mit Freunden die Firma gegründet», so Markert.

Sich durch alle Studios durchprobieren

Für die Studios und die Sportbegeisterten stelle das Abo eine Win-win-Situation dar, sagt Nik Schwab, Sprecher von Jimee: «Die Studios bekommen potenzielle neue Kunden und die Sportler können sich durch das ganze Kursangebot durchprobieren.» Dass die Leute nach einem Monat in einem Studio ein Abo abschliessen, ist nicht ausgeschlossen: «Aber es gibt sicher viele Leute, die unser Abo längerfristig nutzen werden.»

Vor allem kleine, unabhängige Studios

Bislang gilt das Abonnement, das im Monat 159 Franken kostet, nur für die Gruppenkurse der Fitnessstudios. Das restliche Angebot wie beispielsweise die Trainingsgeräte sind darin nicht enthalten. «Wir wollen unser Programm in Zukunft aber noch ausbauen», sagt Schwab.

Auch hätten sie Wert darauf gelegt, besonders kleinere, unabhängige Fitnessstudios anzufragen, anstelle der grossen Ketten. «Im Gegensatz zu anderen Ländern dominieren die Ketten-Fitnessstudios in der Schweiz mit fast einem Viertel Anteil den Markt», sagt Markert. Meist seien kleinere Studios aber besser spezialisiert und böten eine höhere Qualität.

Beispielsweise bietet die Airport Fitness und Wellness AG einige ihrer Kurse an. «Wir sind selbst sehr gespannt, wie sich das entwickelt», sagt Betriebsleiter René Schmidli. Er macht mit, weil er einige Gruppenkurse besser auslasten will: «Da haben wir schon Hoffnungen.»

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