Tinder und Co.: Mit einem Swipe zur Geschlechtskrankheit
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Tinder und Co.Mit einem Swipe zur Geschlechtskrankheit

Schweizer stecken sich häufiger mit sexuell übertragbaren Krankheiten an. Schuld daran sollen auch Dating-Apps sein.

von
dk
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Schweizer stecken sich immer häufiger mit sexuell übertragbaren Krankheiten an.

Schweizer stecken sich immer häufiger mit sexuell übertragbaren Krankheiten an.

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So etwa mit Gonnorhoe.

So etwa mit Gonnorhoe.

Bundesamt für Gesundheit
Die bakterielle Infektionskrankheit befällt die Schleimhäute von Harn- und Geschlechtsorganen.

Die bakterielle Infektionskrankheit befällt die Schleimhäute von Harn- und Geschlechtsorganen.

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Gonorrhoe, Chlamydien oder Syphilis: Geschlechtskrankheiten in der Schweiz breiten sich rasant aus. Im Jahr 2018 steckten sich über 2900 Schweizer mit Gonorrhoe, auch Tripper genannt, an – ein Rekord. Auch mit Chlamydiose stecken sich immer mehr Leute an, 11'157 waren es allein letztes Jahr.

Ein Grund dafür sind unter anderem Dating-Apps wie Tinder und Lovoo, wie die «Schweiz am Wochenende» (Bezahlartikel) berichtet. Diese hätten es leichter und effizienter gemacht, neue Bekanntschaften zu schliessen. Da sich auf den Datingportalen viele Leute mit offenem Sexverhalten finden würden, sei es wahrscheinlich, dass das Gegenüber bereits viele Partner hatte.«Mehr Sex-Krankheiten wegen Datingportalen», hiesse es demnach sogar in einem Bericht der deutschen Regierung.

Ansteckung trotz Kondome

In der Schweiz sind städtische Gebiete am stärksten betroffen, schreibt die Zeitung. Die Hotspots sind Zürich, Genf und Basel, meistens sind 20- bis 34-Jährige betroffen. Kondome würden zwar benutzt, schreibt die Organisation «Sexuelle Gesundheit Schweiz», die Krankheitserreger könnten jedoch auch bei Oralverkehr übertragen werden – und blieben oft unerkannt.

Denn beispielsweise zeigten sich nach einer Ansteckung mit Chlamydien oft keine Symptome. Der Erreger kann jedoch zu Unfruchtbarkeit führen. Wichtig sei es, sich deshalb regelmässig testen zu lassen.

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