Gewichtsdecke Erfahrung: Mit dieser Decke sind deine Schlafprobleme vorbei

Gewichtsdecken sollen dich beruhigen und tiefer schlummern lassen. Wir haben eine getestet.

Gewichtsdecken sollen dich beruhigen und tiefer schlummern lassen. Wir haben eine getestet.

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Im TestMit einer Gewichtsdecke sind deine Schlafprobleme vielleicht vorbei

Gewichtsdecken helfen angeblich beim Einschlafen und werden sogar bei Angststörungen und Depressionen empfohlen. Lifestyle-Co-Leitung Gloria hat den Schlummertest gemacht.

von
Gloria Karthan

«Boah, ist die schwer!» Das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, als ich meine Gewichtsdecke auspackte. «Ah. Das soll so sein», war der zweite. Aussen hat die Decke einen flauschigen Teddyüberzug in Beige-Grau, im Innenfutter befinden sich Hunderte kleine Glasperlen, die für ordentlich Gewicht sorgen.

Wie gut schläfst du?

Die Decke, die ich vom Münchner Start-up Levia zum Testen erhalten habe, ist mit ihren sieben Kilogramm an mein Körpergewicht angepasst. Je schwerer man ist, desto mehr sollte die Decke wiegen – die Hersteller empfehlen rund 10 bis 15 Prozent des eigenen Körpergewichts.

Umarmung für den Geist

Für den ersten Test gehts aufs Sofa. Das hat mir Louis von Otto, einer der beiden Levia-Gründer, so geraten. «Damit sich der Körper ans Gewicht gewöhnen kann.» Gewöhnungsbedürftig ist das Ganze tatsächlich: Es fühlt sich an, als hätte man mich im Sand eingebuddelt – der Druck auf der Brust ist etwas unangenehm und ich habe anfangs das Gefühl, als würde mir die Decke die Luft abklemmen.

Nach einer Zeit scheint sich mein Körper ans Gewicht gewöhnt zu haben, das Unwohlsein verfliegt. Unter der Decke zu liegen, ist jetzt sogar ganz schön: Der Druck, den die Decke auf meinen Körper ausübt, soll dem Gehirn dasselbe Signal vermitteln, das bei einer Umarmung entsteht. Dahinter steckt eine Methode namens Deep Pressure Touch Stimulation (DPTS). Gewichtsdecken machen sich DPTS zunutze, um die Produktion der Hormone Serotonin und Melatonin anzukurbeln, die für einen erholsamen Schlaf und ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit sorgen. Gleichzeitig soll DPTS den Cortisolspiegel im Körper senken und Stress und Ängste mindern.

Studie bestätigt Wirksamkeit

Gewichts- oder Therapiedecken werden bereits seit Jahren bei Angststörungen, Depression, ADHS und Autismus angewendet und erzielen dabei grosse Erfolge. Bei einer Studie an der University of Massachusetts berichteten 63 Prozent der Teilnehmenden über nachlassende Ängste. 78 Prozent bevorzugten die Gewichtsdecke als beruhigendes Mittel.

Neu ist, dass die Decken als Wundermittel zum Ein- und Durchschlafen für alle beworben werden. In meinem Fall völlig zu Recht: Unter dem wohligen Gewicht der Decke schlafe ich viel schneller ein und penne wie ein Murmeli. Die Schwere der Decke scheint meinem Hirn tatsächlich zu vermitteln: «Schlafenszeit. Jetzt.»

Anders als angenommen ist es unter der Decke nicht erdrückend heiss. Zumindest nicht heisser als unter einem normalen Duvet, auf das ich auch im heissen Sommer setze. Ein Problem bringt die Decke im Test allerdings mit sich: Weil es in meinem Bett jetzt plötzlich noch mummeliger ist als vorher, fällt es mir morgens plötzlich ultraschwer aufzustehen. Statt dass ich summend zum ersten Abgehen des Radioweckers aufstehe, strapaziere ich den Snooze-Button momentan aufs Äusserste. Fazit: Gewichtsdecken sind eine tolle Sache – vorausgesetzt, man hat jemanden, der einen morgens darunter hervorzieht. 

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