Mit Fauxpas abkassieren: Madonna und Paris top
Aktualisiert

Mit Fauxpas abkassieren: Madonna und Paris top

Was peinlich ist, bringt Geld: Madonna schlägt aus ihrem blamablen Reitunfall Kapital. Auch andere Stars wissen ihre Fauxpas zu vermarkten.

Letztes Jahr fiel Madonna vom Pferd – ein peinliches Missgeschick, über das sich die ganze Presse mokierte. Doch die Popsängerin nutzte den Fauxpas schlau zu ihren Gunsten und verkaufte die blamable Reitstory dem US-Magazin «W». Dieses widmet dem «Material Girl» in der Juni-Ausgabe ganze 58 Seiten.

Auch Popstar George Michael weiss Missgeschicke zu vermarkten: Sein ungewolltes Coming-out vor acht Jahren – er wurde beim Sex mit einem Mann erwischt – setzte er geschickt für sein Comeback sein: Er konterte mit dem Clip «Outside», das schwule Polizisten zeigt, brachte eine Best-of-CD heraus und eroberte die Charts.

«In die Offensive zu gehen ist generell die bessere Strategie, als zu einem Vorfall zu schweigen», weiss PR-Berater Stefan Kern von der Agentur Freicom. Denn so könne man Einfluss nehmen und das Missgeschick ins Positive drehen.

Besonders gut darin ist Paris Hilton: Als ein Sextape von ihr im Netz kursierte, liess sie es nicht verbieten, sondern nutzte es als Karrierekick und erstritt sich die Beteiligung am Verkauf. Auch ihr Image der dummen Blondine vermarktet sie: Sie bedruckte T-Shirts mit Slogans voller Fehler wie «Thats hot, your not» (richtig: «That's hot, you're not»).

Ein sicherer Wert für Blamagen ist auch Tom Cruise, der letztes Jahr mit seinen Sofa-Jumps zum Gespött wurde. «Man kann einem Star raten, sich peinlich zu verhalten, um im Gepräch zu bleiben», weiss Experte Kern. Cruise schaffte es mit seinem Gehüpfe gar ins Wörterbuch: «Jumping the couch» ist als fixer Begriff eingetragen.

Stefanie Rigutto

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