Aus Sport mach Essen: Mit Fitnessgeräten Polenta erstrampeln
Aktualisiert

Aus Sport mach EssenMit Fitnessgeräten Polenta erstrampeln

«Nahrungsmittel aus Muskelkraft»: Nach diesem Motto hat ein Berner das erste nachhaltige Fitnesscenter eröffnet.

von
Alexandra Graber
Win-Win: Während man Kalorien verbrennt, werden Nahrungsmittel verarbeitet.

Win-Win: Während man Kalorien verbrennt, werden Nahrungsmittel verarbeitet.

Was zuerst nach einer verschrobenen Idee klang, nimmt jetzt langsam Form an: Erfinder Thomas Wieland macht radelnd Maisgriess zu Polenta. Sein langjähriger Traum – die Muskelkraft von Sporttreibenden in Fitnesscentern für die Energiegewinnung zu nutzen – befindet sich jetzt in der Testphase. Damit schlägt er zwei Fliegen mit einer Klatsche: Bewegungshungrige verbrennen Kalorien und erzeugen Energie, die wiederum der Verarbeitung von Lebensmitteln dient. Der Elektroingenieur mit einem Master in Umwelttechnik und -management baut die Rohstoffe selber an. Seine Vision: den gesamten Ablauf von Anbau bis zum fertigen Nahrungsmittel anzubieten. «Mit den neuen technischen Anwendungen will ich etwas zur Umwelt beitragen», sagt Wieland.

Mehrere Kilos in einer Stunde

Die sportliche «Produktionshalle» an der Steigerhubelstrasse 3 in Bern bietet neben den ­«Polentavelos» auch ein Rudergerät und einen Crosstrainer an – neben dem Maisprodukt wird zudem Öl aus Raps gewonnen. «Mit einer Stunde Radeln kann man fünf bis zehn Kilo Polenta produzieren», so der kreative Tüftler. Die gebrauchsfertigen Esswaren können schliesslich im Center gekauft werden. Die Testphase dauert noch bis Ende März, so lange kann man noch gratis trainieren. Künftig wird im Abopreis auch eine Vergünstigung der Produkte inbegriffen sein.

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